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"Lange Zeit auf Augenhöhe": VfL trotz Pleite selbstbewusst

Ein Auswärtsspiel in Nürnberg ist für Aufsteiger Osnabrück auch am vierten Zweitligaspieltag noch etwas Besonderes. Das war den Niedersachsen vor allem nach Abpfiff der Partie beim FCN anzumerken. Die Enttäuschung über die 0:1-Pleite in Franken minderte das jedoch nicht. Zumal der VfL ein ordentliches Auswärtsspiel ablieferte.

Verletzungen machen VfL das Leben schwer

"Wir hatten es heute nicht so leicht, waren mehr am hinterherlaufen und hatten jetzt nicht so oft den Ball." Die Worte, die Sven Köhler für sein Resümee nach der Partie beim 1. FC Nürnberg im Osnabrücker Klub-TV wählte, klangen doch recht ernüchternd. Dabei hatten die Lila-Weißen in den 90 Minuten zuvor durchaus gut mitgehalten und erst spät den Knockout kassiert. Anfangs erspielte sich der Aufsteiger gar die besseren Möglichkeiten.

So waren keine fünf Minuten verstrichen, als Ouahim erstmals vor dem Nürnberger Gehäuse auftauchte, die Kugel jedoch knapp neben den rechten Pfosten setzte. Auch in der Folge spielten die Gäste gut mit – und belohnten sich sogar: Ouahim überwand FCN-Schlussmann Mathenia (26.). Zuvor hatte der aus dem Abseits kommende Heider die Kugel allerdings durchgelassen und damit aktiv in das Spielgeschehen eingegriffen. Der Treffer wurde folgerichtig aberkannt. Von da an schien so ziemlich alles gegen die Osnabrücker zu laufen. So war Trainer Daniel Thioune gezwungen, alle drei Wechseloptionen aufgrund von Verletzungen zu ziehen. Sowohl Torhüter Körber (45.) als auch die Innenverteidiger Gugganig (46.) und van Aken (75.) mussten frühzeitig vom Platz. Der VfL hielt zwar bis weit in die zweite Halbzeit gut dagegen, musste kurz vor dem Ende aber doch noch den Gegentreffer hinnehmen. Nürnbergs Geis versenkte das Leder unhaltbar im rechten Eck (80.).

"Keinen Grund, negative Stimmung aufkommen zu lassen"

Cheftrainer Thioune ordnete das Geschehen auf der anschließenden Pressekonferenz gewohnt reflektiert ein. "Es war hinten raus für uns eine unglückliche Niederlage, auch wenn sie verdient war", so der 45-Jährige, "weil wir es doch geschafft haben, lange Zeit auf Augenhöhe zu agieren." Letztlich waren es wohl die verletzungsbedingten Wechsel, die dem VfL den Rest gaben. "Das war, glaube ich, das Problem heute, das offensichtlich war bei uns. Wir haben dreimal gewechselt – und dreimal in Bereichen, wo es sich kein Trainer wünscht."

Nach zuletzt zwei Siegen setzt es für Osnabrück also wieder eine Niederlage. Angesichts der Umstände, bestätigte auch der eingewechselte Köhler, "kann man schon sagen, das es ein bitterer Nachmittag für uns war." Eines sei allerdings ebenfalls klar: "Es gibt keinen Grund, hier negative Stimmung aufkommen zu lassen."