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Nach Last-Minute-Sieg: Düsseldorf darf weiter vom Aufstieg träumen

IMAGO / Chai v.d. Laage

Was für ein verrücktes Spiel: In der fünften Minute der Nachspielzeit erzielte Fortuna Düsseldorf am Montagabend den 3:2-Siegtreffer gegen den Karlsruher SC. Die Rheinländer verbesserten durch ihren Erfolg ihre Ausgangslage im Aufstiegsrennen weiter, sind nun punktgleich mit Rang drei. Allerdings hat Verfolger Holstein Kiel noch Nachholspiele in der Hinterhand.

"Beschäftigen uns nicht mit Rechnereien"

Mit einem lauten Schrei und Blick Richtung Tribüne zur jubelnden Chefetage entlud sich all die Anspannung von Uwe Rösler. Bis zur fünften Minuten der Nachspielzeit hatte der Trainer warten müssen, ehe Fortuna Düsseldorf am Montagabend den 3:2-Siegtreffer gegen den Karlsruher SC erzielt hatte. Nachdem ein Schuss von Emmanuel Iyoha an die Latte geprallt war, stand Shinta Appelkamp goldrichtig und erzielte den Endstand. "Es war das dramatischste Spiel, das ich als Profi bislang erlebt habe. Das Siegtor am Ende zu machen, ist natürlich klasse", sagte der Angreifer nach der Partie. "Ich denke, wir wurden kurz vor Schluss heute zurecht belohnt", äußerte sich Adam Bodzek zu der turbulenten Schlussminute.

Durch den vierten Sieg aus den vergangenen fünf Partien sin die Rheinländer punktgleich mit dem Dritten aus Hamburg. Allerdings liegt Verfolger Holstein Kiel nur zwei Punkte dahinter, hat aber noch einige Nachholspiele in der Hinterhand. "Wir beschäftigen uns nicht mit Rechnereien", meinte Bodzek mit Blick auf die Konstellation. "Klar, wir können die Tabelle lesen, aber Kiel hat beispielsweise drei Spiele weniger. Unser Hauptaugenmerk liegt auf unseren Aufgaben. Wir werden alles geben." Nach den Heimspielen gegen Braunschweig und Aue an den kommenden beiden Wochenende steht am letzten Spieltag das Duell gegen Greuther Fürth an, die ebenfalls im Aufstiegsrennen sind. Der Ausgang dieser Partie könnte entscheidend für die gesamte Saison sein.

Zu passiv nach dem Gegentreffer

Um auch in den folgenden Partien erfolgreich zu sein, müssen die Düsseldorfer jedoch Phasen wie kurz nach dem Abpfiff ablegen. "Wir sind super ins Spiel reingekommen und hatten direkt Gelegenheiten, in Führung zu gehen", sagte Rösler. Doch nach dem Rückstand – es war ein Eigentor von Kevin Danso (9.) – sei seine Mannschaft "zu passiv geworden". Auch Brandon Borrello war mit dieser Phase unzufrieden: "Das ist diese Saison schon oft passiert, dass wir stark beginnen und dann das Gegentor kassieren." Dennoch gelang nach 35 Minuten per Elfmeter durch David Kownacki (35.) der Ausgleich.

"In der zweiten Halbzeit war es ein unheimlich intensives Spiel auf Top-Niveau", lobte der Fortuna-Coach die Leistung beider Teams. Brandon Borrello drehte mit seinem Treffer das Spiel vorerst zugunsten der Hausherren (73.). Nur sieben Minuten später kam jedoch der KSC – ebenfalls durch einen Strafstoß – durch Marvin Wanitzek zum 2:2. Doch als es nach einer Punkteteilung aussah, war Appelkamp zur Stelle. "Es freut mich unheimlich für meine Mannschaft, dass sie sich für ihren unbändigen Siegeswillen am Ende belohnt hat. Wir gucken weiter von Spiel zu Spiel und schauen am Ende, wo wir stehen", so Rösler.