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Last-Minute-Treffer zu wenig: Club raus aus Aufstiegsrennen

© IMAGO / Claus Bergmann

Durch ein Last-Minute-Tor hat sich der 1. FC Nürnberg zwar einen Punkt beim FC St. Pauli gesichert, doch im Aufstiegsrennen mischen die Clubberer am Saisonende nicht mehr mit. Dennoch kann sich das Team von Cheftrainer Robert Klauß eine gute Saison auf die Brust schreiben – die vielleicht etwas "unglücklich" endet.

"Nicht das, was wir wollten"

In der 72. Spielminute geschah das Unglück, das für den FCN die Vorentscheidung im Aufstiegskampf ergab. Weil Innenverteidiger Asger Sörensen seinen Gegenspieler nicht kommen sah, verursachte der Däne einen Elfmeter – es war die Führung für St. Pauli kurz vor der Schlussphase. "Er kommt von hinten, ich habe ihn nicht gesehen. Er stellt dann seinen Körper rein, mein Bein kommt zwischen seine Beine. Es war sehr unglücklich. Ich denke, man kann ihn geben", beschrieb Sörensen die Situation und räumte ein: "Das Ergebnis ist nicht das, was wir wollten. Wir wollten hier drei Punkte holen."

Ohne den dreifachen Punktgewinn und durch die Ergebnisse der Konkurrenz ist Nürnberg praktisch raus aus dem Rennen um die begehrten Spitzenplätze – bei einem Rückstand von sechs Punkten auf den dritten Rang spricht das niedrige Torverhältnis deutlich gegen den Club. Selbst im bestmöglichen Fall müsste der FCN eine Differenz von mindestens 13 Toren aufholen. "Nach ganz oben wird es sicher schwierig, aber dennoch wollen wir natürlich die letzten beiden Spiele gewinnen", gab sich Sörensen dennoch kämpferisch. Denn hinter den Nürnbergen liegt schließlich so oder so eine erfolgreiche Spielzeit.

Letztlich hakt die Offensive

Ein bisschen ärgerte sich Cheftrainer Robert Klauß dennoch nach Abpfiff. "Wir haben die ersten zwei Torchancen des Spiels. Die müssen wir halt einfach reinmachen, dann läuft das Spiel auch anders", war sich der 37-Jähriger sicher, dass Nürnberg nah dran war, seine Chancen zu wahren. Zumal der FCN im Spiel schon Moral bewies und den Last-Minute-Ausgleich durch Taylan Duman (90.+2) erzwang.

"Es war der Plan, dass wir tiefer stehen und auf Umschaltmomente setzen. Das ist ganz gut aufgegangen, wir haben kaum etwas zugelassen", sah Klauß wiederum ein gutes Defensivverhalten. Nur in der Offensive hakte es dem Übungsleiter zu oft: "Mit Ball waren wir etwas mutlos, haben zu viel quer- und zurückgespielt." Letztlich auch ein Grund, warum es für den ganz großen Wurf in dieser Saison nicht reichen sollte. Mit nur 48 Toren bleibt der FCN unter den Top-6-Team deutlich die Mannschaft mit den wenigstens treffern. Doch noch ist die Spielzeit nicht vorbei, wie auch Sörensen fand: "Wir fahren jetzt einfach nach Kiel und wollen drei Punkte holen. Und dann haben wir am letzten Spieltag zuhause nochmal ein richtiges Brett gegen Schalke."