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Lauterns Tomiak über seine rasante Entwicklung: "Man muss es genießen"

IMAGO / Kirchner-Media

Bei der 0:1-Niederlage des 1. FC Kaiserslautern gegen den SC Paderborn stand Boris Tomiak bei zwei Szenen ganz besonders im Blickpunkt. In der Anfangsphase des Duells traf der Verteidiger erst mit einem Kopfball die Latte, war dann auch in die Entstehung des Gegentors involviert. Bei "Der Betze brennt" sprach der 23-Jährige über die Niederlage und seine Entwicklung bei den Pfälzern.

Gedanken an vergebene Chance

Eine Flanke von der rechten Seite landetet auf Tomiaks Stirn. Statt seinen Weg in die Maschen des Paderborner Gehäuses zu finden, klatschte der Ball aber nur an die Latte. Nichts war es mit der FCK-Führung in der 12. Spielminute. "Ja, ich habe schon noch ein paar Mal an meine vergebene Kopfballchance gedacht. Es wäre natürlich schön gewesen, wieder so einen frühen Türöffner in der Partie zu haben", sagte Tomiak auf die Szene angesprochen.

Allgemein überwiege beim Defensivspezialisten aber der Gedanke, "dass es sehr ärgerlich ist, dass wir jetzt das Spiel verloren haben, was wir, glaube ich, nicht hätten verlieren müssen. Ich fand unser Spiel vor und nach dem Platzverweis nämlich gar nicht so unterschiedlich". Der FCK habe die besseren Chancen und es damit auch verdient gehabt, etwas Zählbares zu holen. Stattdessen gab es im vierten Spiel die erste Niederlage für den Aufsteiger.

"Immer weiter hart an sich arbeiten"

Weil sich Richmond Tachie in der 82. Minute auf der linken Seite – Tomiaks Seite – durchsetzen und eine Flanke in die Mitte schlagen konnte. Kurz darauf lag der Ball im Tor der Pfälzer: "Leider leisten wir uns in der Szene das einzige Mal im Spiel eine Kette von einigen Fehlern, die in der 2. Bundesliga eben prompt bestraft werden". Er und Erik Durm hatten Tachie "schon nach außen gedrängt und lassen ihn dann doch noch flanken, eigentlich muss ich da den Fuß davor bekommen". Doch auch nach der Szene hätte es noch die Möglichkeit gegeben, den Ball zu klären – gelang aber nicht.

Dennoch kann Tomiak mit seiner Entwicklung und der des Teams sehr zufrieden sein. Im vergangenen Sommer war der gebürtige Essener von Fortuna Düsseldorf II an den Betzenberg gewechselt, absolvierte 34 Spiele in der 3. Liga und war einer der Leistungsträger beim Aufstieg. Mit fünf Toren und drei Vorlagen zeigte der Rechtsfuß auch seine Offensiv-Qualitäten. "Vergangenes Jahr war erst mein erstes Profijahr in der 3. Liga, dieses Jahr spiele ich erstmals Zweite Liga. Man muss es genießen und immer weiter hart an sich arbeiten." Vor allem sei er aber zufrieden, "wie wir als Ganzes in der 2. Bundesliga angekommen sind und dass wir schon sieben Punkte auf dem Konto haben. Wir sind damit auf jeden Fall im Soll".