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Leitls Ansporn vor der Pause: "Jeder, der fit ist, kann eine Option sein"

© IMAGO / Jan Huebner

Die Siegesserie von Hannover 96 wurde im Niedersachsen-Derby beendet. Nun beginnt der nächste Anlauf beim SV Sandhausen (Freitag, 18:30 Uhr). Cheftrainer Stefan Leitl stellt sich auf eine typische Partie am Hardtwald mit körperbetonter Spielweise ein – und muss daher aufpassen, dass er frische Kräfte auf das Feld bringt. Erst danach ist Pause.

"Dem ein oder anderen eine Chance geben"

Vier Siege in Folge gehören in Hannover der Vergangenheit an. Ausgerechnet Eintracht Braunschweig hat den guten Lauf der Leitl-Elf unterbrochen, doch vor der Länderspielpause in der kommenden Woche steht noch eine neue Herausforderung aus. Beim SV Sandhausen wollen die 96er den erfolgreichen Weg fortsetzen. Das wird anstrengend werden, wie Leitl vorausblickt: "Ich glaube, dass jedem bewusst ist, dass wir auf eine sehr robuste Mannschaft treffen, die sehr körperbetont spielt und ihre Situationen durch Umschaltspiel und Standards sucht."

Die Niedersachsen werden in den Zweikämpfen gefordert sein. Auch die Frische und Ausdauer spielt am Hardtwald eine Rolle. "Man hat gesehen, dass der eine oder andere aufgrund der vielen Spiele müde ist", macht sich der 96-Coach durchaus seine Gedanken, wie er die Belastung innerhalb seiner Mannschaft bestmöglich steuern kann. Denn der Matchplan ist klar: "Die Tendenz geht schon dahin, frische Kräfte zu bringen, um mehr Initiative zu ergreifen und dominanter zu werden." Nun liegt es in den Händen der Spieler, um zu zeigen, wie fit sie sind. Wie sieht Leitl das? "Ich glaube, dass jetzt auch die Zeit gekommen ist, dem einen oder anderen mal eine Chance zu geben", so der Coach.

SVS-Historie spricht für Qualität

Im Lazarett gab es jedenfalls keine neuen Nachrichten, sodass der Übungsleiter nahezu aus den Vollen schöpfen kann. "Jeder Spieler, der fit ist, kann für dieses Spiel eine Option sein", spornt der 45-Jährige seine Akteure an. "Die Jungs haben jetzt noch zwei Tage Zeit, sich zu präsentieren. Dann geht es für uns darum, die richtigen Spieler auf den Platz zu bringen." Vor allem die Einsatzbereitschaft im Zweikampfverhalten könnte letztendlich den Ausschlag für Leitls Personalentscheidungen geben.

Über Sandhausen wollte der Cheftrainer gar nicht so viel erzählen. Die Geschichte des SVS spricht für sich: "Sie spielen über einen längeren Zeitraum in der 2. Liga – im elften Jahr. Das spricht schon für die Qualität, die in Sandhausen über die Zeit gewachsen ist." Doch diese Qualität gilt es zu knacken, um mit einem positiven Gefühl in die Länderspielpause gehen zu können. "Wenn wir gewinnen sollten, was wir alle wollen, ist das nicht nur für die Pause gut, sondern dass wir auch in der Tabelle klettern würden", so Leitl. Die Pause wird auch Hannover gut tun – doch zuvor ist der absolute Fokus beim SVS.