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Letzter VfL-Sieg gegen Hannover vor 24 Jahren: "Dann wird es ja Zeit"

© imago images / Zink

Dem stressigen Auftakt in Fürth folgt das erste Heimspiel mit Zuschauern an der Bremer Brücke, sofern das Infektionsgeschehen in Osnabrück dies zulässt. Dann könnten die Fans sogleich das Niedersachsen-Derby mit Hannover 96 verfolgen, in dem sich VfL-Cheftrainer Marco Grote nicht chancenlos sieht. Seit über 20 Jahren konnten die Lila-Weißen nicht siegen.

"Keine leichte Aufgabe"

Im November 1996 brachte Mittelfeldspieler Joe Enochs den VfL Osnabrück gegen Hannover 96 in Führung, die Partie wurde per Last-Minute-Treffer auf einen 3:1-Sieg für die Lila-Weißen erhöht. Abgespielt hat es sich in der damaligen Regionalliga Nord und für die 96er liefen damals bekannte Fußball-Namen wie Otto Addo, Gerald Asamoah oder Dieter Hecking als Aktive auf. Am heutigen Freitag treffen die niedersächsischen Rivalen erneut aufeinander, aber der Erfolg von 1996 gegen 96 ist seitdem nicht wiederholt worden. "Ist das so lange her? Über 20 Jahre? Dann wird es ja Zeit", gab sich VfL-Cheftrainer Marco Grote sofort kämpferisch.

Zugegeben, seitdem trafen die beiden Teams auch keine zehn Mal aufeinander. Zwischen 2001 und 2019 gab es das Niedersachsen-Derby an der Bremer Brücke überhaupt nicht. Wie vor 24 Jahren kommen die Roten aber auch am Freitag als Favorit nach Osnabrück. "Es wird keine leichte Aufgabe, es ist ein starker Gegner mit hohem Anspruch", hielt Grote in der Pressekonferenz vor dem ersten Heimspiel der Saison fest. Darin sieht der neue VfL-Coach aber gleichzeitig auch den Trumpf: "Ich denke, es wird auch für Hannover keine leichte Aufgabe sein."

Grote zweifelt nicht an VfL

Sofern es das Infektionsgeschehen zulässt, werden rudn 3.200 Zuschauer zum Saisonauftakt dabei sein. Die wollen dann ein anderes Gesicht sehen, als das, was Osnabrück in Fürth anfangs angeboten hat. "Die ersten Minuten waren stressig, die gingen alles andere als gut los. Wir hatten Probleme im Zweikampfverhalten, ganz einfach, ganz klar", analysierte der Cheftrainer das Match der Vorwoche, in dem die Lila-Weißen keine gute Halbzeit zeigten. "Aber wir haben es zum Glück hinbekommen, dass es Stück für Stück besser wurde", hob Grote auch das Positive hervor.

Das soll auch gegen Hannover gelingen – und der VfL-Coach wüsste auch nicht, warum das gegen den favorisierten Gegner nicht klappen sollte: "Wir haben auch ein paar Jungs, die durchaus Kicken können. Ich wüsste nicht, warum wir das in einem Spiel gegen Hannover 96 nicht zeigen sollen. Letzten Endes sind wir in einer Liga. In jedem Spiel gibt es die Gelegenheit, nicht nur jemanden zu ärgern, sondern ihn auch zu schlagen." Möglich ist damit auch der erste Sieg nach 24 Jahren.