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Luft für Schneider wird dünner: Fürth verliert auch gegen den "Ex"

IMAGO / Zink

Der Fehlstart der SpVgg Greuther Fürth ist perfekt. Nach dem 1:2 bei Hannover 96 droht der Elf von Trainer Marc Schneider der freie Fall.

Schweizer Zeitung "Nau.ch" spekuliert über Schneider-Aus

Die Lage beim Bundesliga-Absteiger SpVgg Greuther Fürth verschärft sich zunehmend. Am Sonntag hatte daran auch Ex-Trainer Stefan Leitl einen gewissen Anteil. Der Fürther Ex-Trainer besiegte mit seinem neuen Team Hannover 96 die Mittelfranken mit 2:1. Doch persönliche Aspekte sind bei der Spielvereinigung momentan allenfalls Randaspekte. Für die Kleeblätter geht es aktuell nur darum, den Komplettabsturz zu verhindern. Chefcoach Marc Schneider dürften jedenfalls ungemütliche Tage bevorstehen. Die Zeitung "Nau.ch" spekuliert bereits über ein mögliches Aus des  Trainers aus der Alpenregion. Dabei schien es so, als habe seine Elf den Gegner ganz gut im Griff. Vor allem in der ersten Halbzeit hätten die Kleblätter "das Spiel unter Kontrolle" gehabt, analysierte Schneider im Anschluss an die Partie: "Wir hatten einige gute und aussichtsreiche Abschlusssituationen. Da sind wir nicht kaltschnäuzig genug in der Box." Doch ein krasse Abwehrfehler begünstigte die 96-Führung durch Maximilian Beier in der 52. Minute. Damit war der Plan über den Haufen geworfen. Auch beim späten 2:1 in der 87 durch Havard Nielsen, ebenfalls ein Ex-Fürther, sah die Hintermannschaft nicht gut aus. "Bei beiden Toren haben wir Fehler gemacht, die du auf diesem Niveau einfach nicht machen kannst, weil sie bestraft werden", nahm Schneider kein Blatt vor den Mund.

Offensivmann Branimir Hrgota musste erstmal nach Worten suchen: "Hier wieder zu stehen mit einer Niederlage, tut unheimlich weh. Ich finde nicht das es gerecht ist." Der Stürmer ist jedoch lange genug aktiv um zu wissen, dass ausgleichende Gerechtigkeit nicht gerade ein Markenzeichen des Profisports ist: "Fußball ist so. Es lief jetzt schon öfter gegen uns, wo die Kleinigkeiten nicht auf unserer Seite sind." Dass am Ende nur ein paar Sekunden zum Erfolg gefehlt haben, gab dem Stürmer aber auch Hoffnung für die kommenden Spiele: "Wir haben Moral gezeigt, sind zurückgekommen und machen das 1:1. Ich denke schon, dass wir am Drücker waren und Hannover ein bisschen nervös geworden ist. Es tut unheimlich weh." Nun müsse sein Team "alles unternehmen, damit die letzten Zentimeter auf unsere Seite kommen".

Fürth zeigt Moral

Mut dürfte jedenfalls die Widerstandsfähigkeit der Mannschaft machen, die sich auch nach dem 1:0-Rückstand nie aufgab. "Dass wir zurückgekommen sind, spricht einfach für die Moral und Mentalität dieser Truppe." Die werfe aktuell Woche für Woche alles in die Waagschale, "obwohl sie ständig auf den Deckel bekommt", so Schneider. Der Trainer hofft, dass seine Elf in den wenigen entscheidenden Momenten zukünftig wacher agiert: "Uns fehlt der entscheidende Moment, dass du hier als Sieger oder zumindest mit einem Punkt vom Platz gehst." Die Aufgabe am kommenden Samstag erscheint schwer, aber keinesfalls unlösbar. Um 13 Uhr spielt die Schneider-Elf gegen den FC St. Pauli, der einen eher durchschnittlichen Start hinlegte.