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Männel-Paraden vergebens: "Trotzdem eines der besseren Spiele"

© imago images

Aue-Torhüter Martin Männel hielt im Spiel beim 1. FC Heidenheim gleich zwei Strafstöße, trotzdem setzte es eine 0:2-Pleite. Trainer Schuster zog anschließend ein gemischtes Fazit. Er attestierte seinem Team einerseits zwar eklatante Schwächen, hatte andererseits aber auch eine starke zweite Halbzeit gesehen.

Männel pariert gleich zwei Elfmeter

Hätte Aue in Heidenheim zumindest ein Remis erreicht, wäre die Geschichte der Partie schnell erzählt: "Überragender Männel pariert zwei Elfmeter und rettet Aue Zählbares". Leider zeigte die Anzeigetafel am Ende eine 0:2-Pleite, sodass das Fazit ein etwas komplizierteres war. Dirk Schuster versuchte sich auf der Pressekonferenz an einer Zusammenfassung der Geschehnisse: "So beschissen, wie das Spiel losgegangen ist, hat es dann auch im Endeffekt aufgehört." Nach der lapidaren Einleitung ging Aues Trainer ins Detail. Gegentore kurz nach An- sowie kurz vor Abpfiff seien gewissermaßen der Rahmen eines Spiels gewesen, in dem die Erzgebirgler zwei unterschiedliche Gesichter zeigten. Zu Beginn noch fahrig, steigerten sich die FCE-Akteure im zweiten Durchgang erheblich. Dieser Umstand war besonders bemerkenswert, da Aue in der ersten Halbzeit mit elf, in der zweiten jedoch nur noch mit zehn Spielern auf dem Platz stand.

Kurz vor der Pause hatte Steve Breitkreutz für ein Foul erst die gelbe Karte gesehen, nur um den Ball direkt im Anschluss mit dem Arm zu blocken und den Platzverweis zu kassieren (37.). Das Handspiel hatte im Strafraum stattgefunden – zu allem Überfluss zeigte der Schiedsrichter auf den Punkt. Doch Schlussmann Männel war zur Stelle und fischte den von Kühlwetter getretenen Strafstoß aus dem linken unteren Eck. Tatsächlich war es schon der zweite Elfmeter, den der Torhüter parierte. Zu Beginn der Partie hatte Bussmann im Sechzehner gefoult, Männel gegen Thomalla aber einen Blitzreflex ausgepackt (3.). Warum die Freude über den gehaltenen Elfer nur kurz währte, erklärte Jan Hochscheidt: "Da hält uns Martin überragend im Spiel – aber wir kriegen direkt danach dieses blöde Standardtor." Mainka hatte die auf den Fehlschuss folgende Ecke eingeköpft (4.). In Halbzeit zwei kämpften die Sachsen aufopferungsvoll, ohne jedoch belohnt zu werden. Heidenheims Kleindienst sorgte in der Nachspielzeit für die Entscheidung (90.+2).

"Das hat mir imponiert"

Es war sicher keine Zufriedenheit, die anschließend aus den Gesichtern der FCE-Spieler sprach. Verteufeln wollten die Veilchen ihre Leistung aber auch nicht. Trotz eklatanter Fehler in Durchgang eins "haben wir in der zweiten Halbzeit ein sehr ordentliches Spiel gemacht und das Ding bis zur letzten Minute offengehalten", befand der Trainer. Ähnlich äußerte sich Elfmeterheld Männel: "Wie sich die Truppe dann mit einem Mann weniger geschlagen hat – immer mit dem Glauben, mit der Hoffnung, dass wir noch etwas holen können – das hat mir schon imponiert. Ich glaube, dass wir dann trotzdem eines der besseren Spiele hier abgeliefert haben."