Magdeburg will gegen den KSC mutig agieren: "Busparken ist nicht unsere Art"

Nach den jüngsten Niederlagen gegen Bielefeld und auf Schalke möchte der 1. FC Magdeburg das Ruder vor heimischer Kulisse gegen den Karlsruher SC rumreißen. Petrik Sander ist sich dabei sicher, keinen seiner Spieler extra motivieren zu müssen, weist aber auf die Qualität des Gegners und eines Akteures im Besonderen hin.

Den Spielern ist die Bedeutung bewusst

Das Hoch aus dem Monat Dezember, in dem der 1. FC Magdeburg keine einzige Niederlage hinnehmen musste und sich im Tabellenkeller ordentlich Luft verschaffen konnte, ist mittlerweile verflogen. Zuletzt setzte es für die Sachsen-Anhaltiner vier Niederlagen in fünf Begegnungen, einzig beim Tabellenschlusslicht Fürth konnte ein Sieg errungen werden. Bei Blau-Weiß herrscht eine entsprechend angespannte Stimmung, ein Erfolg gegen den Karlsruher SC könnte dem am Sonntag aber Abhilfe verschaffen.

"Also wer jetzt am Sonntag nicht wach ist, der sollte sich einen anderen Job suchen. Das ist so die Basis für das Spiel", stellt Cheftrainer Petrik Sander auf der Pressekonferenz vor dem 24. Spieltag auf jeden Fall schon einmal klar und ist sich sicher, seine Truppe nicht extra motivieren zu müssen. Gleiches gilt normalerweise auch für die positiv-verrückten Fans des FCM, sie will der 65-Jährige aber auch von seinem Team ins Boot geholt wissen. "Wir brauchen die Unterstützung des Stadions. Aber damit der Funke überspringt, müssen wir als Mannschaft das erste Signal geben."

Sander warnt vor einem KSC-Spieler ganz besonders

Dabei kann Sander auf so gut wie alle seine Spieler setzen, lediglich die Langzeitverletzten Samuel Loric, Luka Hyryläinen und Tarek Chahed sowie der sich im Aufbautraining befindende Daniel Heber werden ihm nicht zur Verfügung stehen. Hoffnung machen darf dem FCM zudem der Fakt, dass Karlsruhe noch nie in Magdeburg gewinnen konnte. Natürlich warnt Sander dennoch vor dem Gegner, dem zuletzt gegen Kiel einen Befreiungsschlag gelang: "Der KSC wird gestärkt bei uns auftreten, da müssen wir uns schon darauf gefasst machen, dass da eine individuelle Qualität auf dem Platz ist."

Einen Karlsruher hebt Sander dabei besonders hervor, auch wenn er keinen Namen nennen möchte: "Da muss ich keinem erzählen, welchen Spieler ich meine." Vermutlich ist aber die Rede von Kapitän Marvin Wanitzek, der bereits auf zehn Tore und fünf Vorlagen kommt und damit an fast der Hälfte 44 Prozent) der Karlsruher Treffer beteiligt war. Ihn in den Griff zu bekommen wird eine der schwereren Aufgaben für die Magdeburger sein, die generell noch an der Defensive arbeiten müssen. "Grundgerüst sind Abwehrarbeit und die Null hinten. Darauf aufbauend werden Spiele gewonnen", so Sander, der seiner Aussage aber direkt noch eine Einschränkung folgen lässt. "Den Bus parken ist aber nicht unsere Art des Fußballspiels. Man muss auch mal ein Gegentor in Kauf nehmen – auch wenn das verrückt klingt."

Das könnte Sie auch interessieren

Auch interessant

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"