Mehlem beendet Pleitenserie: "Neustart in der Rückrunde schaffen"

Der SV Darmstadt 98 hat beim 2:1-Sieg gegen Sandhausen im wahrsten Sinne des Wortes die Kehrtwende geschafft. Nach einem frühen Rückstand drohte der Absturz in den Tabellenkeller, aber die Lilien kämpften sich zurück in die Partie und drehten das Ergebnis dank Marvin Mehlem. Nun darf Darmstadt durchatmen, die Niederlagen-Serie ist gestoppt.

"War Wahnsinn"

Vor dem Jahreswechsel schlugen die Lilien eindrucksvoll zu und holten drei Siege in zwei Wettbewerben, schossen neun Tore und hielten jeweils die Null fest. Dann folgte die Talfahrt mit vier Niederlagen in Folge, die den SV Darmstadt 98 geradewegs in das Krisenduell mit dem SV Sandhausen beförderte. Eine Partie, die ebenfalls schlecht startete. "Wie die Standardsituation der Sandhäuser im Tor landen konnte, war Wahnsinn", blickte Cheftrainer Markus Anfang auf den Gegentreffer nach 33 Sekunden (!) in der Partie. Der SVS köpfte den eigenen Mann an, der Ball landete in den Maschen.

Zu diesem Zeitpunkt zogen die Gäste mit den Lilien punktgleich, Darmstadt musste antworten - und tat das auch. "Ich bin mächtig stolz auf die Reaktion, die die Jungs nach dem frühen Schock gezeigt haben", erklärte Anfang, nachdem sich seine Mannschaft in die Partie zurückbiss und durch Marvin Mehlem den Ausgleich noch vor der Pause erzielte. Kurz danach war der Mittelfeldspieler noch einmal erfolgreich, die Partie gedreht. Der 23-Jährige, der mit seinen Scorerwerten in dieser Saison bis dahin nicht zufrieden war, zeigte sich erleichtert: "Wir wollten die Hinrunde abhaken und einen Neustart in der Rückrunde schaffen. Das hat super geklappt." Denn Mehlems Doppelpack reichte zum Sieg.

SVD feiert Befreiungsschlag

"Die Jungs haben eine tolle Moral gezeigt. Kampf, Wille und Überzeugung waren heute ausschlaggebend, dass wir das Spiel gedreht haben", lobte Anfang seine Mannschaft, die in einem Lattenschuss von Tobias Kempe den Weckruf sahen. "Man hat gemerkt, dass die Mannschaft nach dem Gegentor unsicher war. Aber von Minute zu Minute haben sie sich immer mehr ins Spiel reingekämpft." Somit konnte der SVD das Spiel nach vier Niederlagen in Folge drehen und einen Absturz in die Gefahrenzone verhindern. Statt einer Punktgleichheit haben die Lilien nun sechs Zähler Vorsprung vor dem SVS. Durchatmen - aber nicht aufhören.

"Wir haben mit viel Leidenschaft verteidigt, müssen aber vorher den Sack zu machen", sah Anfang auch noch Schwächen in dem Befreiungsschlag. Dank des glücklicheren Endes konnten die Lilien das Spielglück aber wieder auf ihre Seite ziehen. Am Samstag (13 Uhr) treffen die Darmstädter dann auf den SSV Jahn Regensburg, der mit einer ganz ähnlichen Gefühlslage nach dem Match mit Nürnberg wartet. Die Sieger der Krisenduelle treffen damit aufeinander.

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