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Mehrere Verletzte: Ausschreitungen bei Dynamo-Spiel in Karlsruhe

© imago/Kuttner

Das Auswärtsspiel von Dynamo Dresden beim Karlsruher SC (4:3) ist am Sonntagnachmittag von Ausschreitungen überschattet worden. So wurden 36 Personen verletzt, die Polizei setzte Schlagstock und Pfefferspray ein. Auch das Auftreten der rund 2.000 mitgereisten Fans im Stadion stieß auf Kritik.

"Die SGD ist stark und ruhmreich. Aber ganz gewiss nicht so"

Bereits auf dem Fanmarsch zum Stadion zündeten SGD-Anhänger Sprengkörper, Bengalfackeln und Rauchbomben, wodurch 15 Polizisten verletzt worden sind. Am Stadion angekommen, sollen Teile der Anhänger eine Einlasskontrolle überrannt und dabei 21 Ordner verletzt haben. Die Polizei musste einschreiten und Schlagstock sowie Pfefferspray einsetzen. Danach blieb es weitestgehend friedlich, allerdings sorgte die Fans mit ihrem Auftritt in Armee-Shirts und der Aufschrift "Football Army Dynamo Dresden" sowie der dazugehörigen Gesichtstarnung für Kritik. Auch ein Banner mit der Aufschrift "Krieg dem DFB" und das mehrfache Zünden von Pyrotechnik kam bei den Verantwortlichen nicht gut an. "Gewalt, Kriegsrhetorik & Panzer auf Zaunfahnen? Die SGD ist stark und ruhmreich. Aber ganz gewiss nicht so", twitterte Dynamo nach dem Spiel.

Born kündigt Aufarbeitung an

Geschäftsführer Michael Born kündigte unterdessen eine Aufarbeitung der Vorfälle an. Wie er der "Sächsischen Zeitung" sagte, seien die martialischen Aktionen der Fans optisch zwar "zum Teil beeindruckend, zum Teil aber weit über die Grenzen hinaus und so nicht akzeptabel" gewesen. "Das ist eine Sache, die wir ganz in Ruhe analysieren und keine vorschnellen Schlüsse ziehen. Dann werden wir mit Sicherheit unsere Konsequenzen daraus ziehen", so Born. In jedem Fall muss die SGD mit einer empfindlichen Strafe seitens des DFB rechnen, zumal die Sachsen längst als mehrfacher Wiederholungstäter gelten.