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Modeste über Rückkehr: "Habe das gemacht, weil ich den FC liebe"

Am gestrigen Dienstagnachmittag trainierte Anthony Modeste erstmals seit seiner Rückkehr nach Köln mit dem Profikader der Geißböcke. Zuvor gab der Stürmer Einblicke in die Gründe für seinen Wechsel, die aktuelle Situation und seine Ziele.

Alles ganz normal

Es war eine kleine Sensation: Anthony Modeste, der seit einigen Wochen wieder in Köln weilt und sich bei der U21 fit hielt, läuft ab sofort wieder für die Profimannschaft der Geißböcke auf. Stadt, Verein und viele Mitspieler sind dem Angreifer natürlich noch aus seiner ersten Zeit als Top-Stürmer des FC bekannt. Kein Wunder also, dass der Einstieg und das Treffen der neuen Arbeitskollegen leicht fielen: "Es war ganz normal. Es sind nur Menschen mit zwei Armen und zwei Beinen", betonte der Angreifer, der es kaum erwarten konnte, wieder auf dem Platz zu stehen: "Jetzt kommt das erste Training. Ich denke, das wird richtig gut laufen, weil es bis jetzt richtig gut läuft und ich hoffe, dass es so weitergeht."

"Hätte auch Europa spielen können"

Die Rahmenbedingungen passen auf jeden Fall – ein Grund, weswegen Modeste die Rückkehr nach Köln anstrebte: "Es ist das gleiche Gefühl wie früher, weil ich den FC liebe. Ich kann gar nicht sagen, was genau es ist. Einfach alles. Hier ist jeden Tag Karneval. Meine Familie ist hier glücklich. Das bedeutet mir alles." Auch mehr, als sportliche Aufstiegsmöglichkeiten – denn nach dem Abschied aus China hätte Modeste offenbar auch anderswo unterkommen können: "Ich hatte auch die Möglichkeit, Europa League oder Champions League zu spielen. Das ist die Wahrheit. Aber ich bin jetzt beim FC in der zweiten Liga und ich habe das gemacht, weil ich den FC liebe."

Eine weitere Option im Sturm

Wie sich Modeste ins Mannschaftsbild einfügen wird, bleibt noch abzuwarten. Schließlich läuft es gerade im Sturm der Kölner eigentlich ziemlich rund: Sturmkollege Simon Terodde etwa steht mit 16 Toren und damit einem Vorsprung von acht Treffern an der Spitze der Torjägerliste: "Konkurrenz muss da sein. Fußball ist so. So ist das Leben", findet Modeste, der den Ball flach hält: "Ich bin ein normaler Spieler. Ich bin nur eine Option mehr in der Mannschaft. Es gibt dem Trainer mehr Möglichkeiten und mehr Chancen, ein Spiel zu gewinnen. Aber wir dürfen nicht die anderen Spieler vergessen." Dennoch – auf Einsatzzeiten will der Angreifer nicht verzichten: "Ich bin immer noch derselbe und habe gut trainiert. Aber man kann machen, was man will, zwei oder dreimal am Tag trainieren, was ich jetzt brauche, ist Spielpraxis."

Die dürfte Modeste schon bald bekommen. Dann will der Rückkehrer dem FC mit Toren dabei helfen, seinerseits eine Rückkehr zu feiern – in die erste Bundesliga: "Wir müssen diese Saison erst einmal aufsteigen und dann schauen, was passiert. Alles Schritt für Schritt."