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Nach 3:3-Spektakel: Für FCK-Trainer Schuster "ist das Glas halb voll"

imago images / Thomas Frey

Zum zweiten Mal binnen zwei Wochen erleben die Fans des 1. FC Kaiserslautern auf dem Betzenberg ein wahres Fußball-Spektakel. Einen 0:2-Rückstand biegen die Roten Teufel gegen den SV Darmstadt 98 innerhalb von 13 Minuten in eine Führung um, können das Spielfeld aber wegen eines Last-Minute-Gegentreffers einmal mehr nicht als Sieger verlassen. Dennoch war Trainer Dirk Schuster hinterher zufrieden mit dem Ergebnis und verwies bei der Einordnung der Partie auf die jüngste Vergangenheit des 1. FCK. 

"Für mich ist das Glas halb voll und nicht halb leer"

Nach dem 4:4 gegen den 1. FC Magdeburg vor zwei Wochen wurde der Betzenberg am Sonntagnachmittag ein weiters Mal zu einem Tollhaus in der 2. Bundesliga. Gegen den SV Darmstadt 98 hatten die Roten Teufel nach Treffern von Tobias Kempe (45+2./Elfmeter) und Philip Tietz (49.) bereits mit 0:2 zurückgelegen, kämpften sich aber über eine geschlossene Mannschaftsleistung zurück in die Begegnung. Erst verkürzte Kenny Prince Redondo auf 1:2 (74.), ehe der erstmals nur eingewechselte Mike Wunderlich per Elfmeter den Ausgleich markierte (77.). Doch damit nicht genug: mit seinem zweiten Treffer des Tages (87.) ließ Redondo den Aufsteiger sogar kurzzeitig von einem Sieg träumen, allerdings hatte Darmstadts Aaron Seydel etwas dagegen und traf in der ersten Minute der Nachspielzeit noch zum 3:3-Endstand.

"Ich habe sowieso schon genügend graue Haare", scherzte Kaiserslauterns Trainer Dirk Schuster auf der Pressekonferenz nach der Begegnung darüber, dass er gerne auch mal wieder ein etwas weniger aufregendes Spiel seiner Elf mit einem eigenen Sieg sehen würde, war aber trotz des späten Gegentreffers am Ende mit dem Resultat durchaus zufrieden. "Für mich ist das Glas halb voll und nicht halb leer. Ich denke, der Punkt steht uns gut zu Gesicht." Der 54-Jährige verwies dabei auch darauf, wo der 1. FC Kaiserslautern herkomme: "Wir haben vier Jahre 3. Liga hinter uns. Es ist ein Prozess und wir sind auf einem guten Weg."

Die Mannschaft beweist einmal ihren großen Zusammenhalt

Ähnlich wie ihr Coach sahen es nach Abpfiff auch die Spieler, selbst wenn der eine oder andere auch noch mit dem späten Gegentreffer haderte. "Nüchtern betrachtet können wir nach dem 0:2 mit dem Punkt gut leben. Aber wenn man sieht, wie die Fans nach dem 3:2 völlig ausgerastet sind, sind wir natürlich enttäuscht und hätten den Sieg gerne mitgenommen", sagte beispielsweise Torhüter Andreas Luthe, der den Elfmeter, der zum 0:1 führte, verschuldet hatte. Allerdings war dem Foul des Keepers ein übler Ballverlust von Jean Zimmer vorausgegangen.

"In der Kabine habe ich aufmunternde Worte bekommen. Man merkt, dass wir eine brutal geschlossene Einheit sind, dass uns nichts umwerfen kann. Wir bleiben klar im Kopf und verlieren nicht die Nerven", erzählte der FCK-Kapitän hinterher und gab damit ein Beispiel dafür, warum es der 1. FCK erneut schaffte, einen Rückstand noch in einen Punktgewinn umzuwandeln. Als Aufsteiger stehen die Roten Teufel mit 13 Punkten nun auf Rang sieben und freuen sich auf das Auswärtsspiel beim 1. FC Heidenheim am kommenden Sonntag (13.30 Uhr).