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Nach Erfolgsserie: Hansa-Sportvorstand bittet um "gewisse Demut"

© IMAGO / Comsport

Drei Siege in zwei Wettbewerben – der F.C. Hansa Rostock liefert derzeit die beste Phase der bisherigen Saison ab. In Euphorie will an der Ostsee aber niemand verfallen. Auch Sportvorstand Martin Pieckenhagen mahnt weiterhin zur Demut. Denn der Weg der Rostocker ist noch weit, aber machbar. Vor allem mit der aktuellen Leistung.

"Saison ist noch hart und lang"

"Wir haben nach 13 Spielen 17 Zähler gesammelt, sind aber weit davon entfernt, Glückwünsche entgegenzunehmen", berichtet Martin Pieckenhagen im "Bild"-Interview. Klar ist, dass das noch nicht für den Klassenerhalt reichen wird. Doch die aktuelle Leistung der Rostocker birgt viel Zuversicht, dass das große Ziel am Saisonende erreicht werden kann. Unzufrieden ist der Hansa-Sportvorstand mit der Ausbeute natürlich nicht, mahnt aber trotzdem streng zur Vorsicht: "Die Saison ist noch hart und lang. Am Ende zählt es, über dem Strich zu stehen. Ich gebe allerdings zu, dass wir derzeit auf einer Position liegen, die ich gern unterschreiben würde, wenn wir dort am Ende der Saison stehen würden."

Über die letzten Resultate gegen Regensburg und Düsseldorf dürfe man sich durchaus freuen, gestand Pieckenhagen jedem zu. "Wir sollten aber auch eine gewisse Demut an den Tag legen. Die böse 0:4-Schlappe auf St. Pauli liegt noch nicht lange zurück", bleibt der 49-Jährige seiner Natur jedoch treu. Fünf Punkte trennen die Ostseestädter vom Abstiegs-Relegationsplatz, nur ein weiterer Zähler dahinter beginnt die direkte Abstiegszone. Bis zum Jahreswechsel will Pieckenhagen weiter aufstocken: "Es stehen noch vier Spiele in der Hinrunde und eine Rückrundenpartie an. Dort sind 15 Punkte zu vergeben. Die Liga ist verdammt eng, wir haben nichts zu verschenken. Es gibt keinen Grund, jetzt den Druck raus zu nehmen."

Pieckenhagens Lob für Teamleistung

Für den Erfolg sind die Sommer-Neuzugänge nicht unwichtig. Allen voran präsentierte sich zuletzt Hanno Behrens bockstark, erzielte bereits drei Tore und glänzt als Abräumer vor der Abwehr. Aber auch Thomas Meißner, Calogero Rizzuto oder Lukas Fröde sammelten bereits beträchtliche Einsatzzeiten. Mit John Verhoek (acht Tore) stellt Rostock zudem den Sechstplatzierten der Torjägerliste. "Ich möchte keine Spieler herausheben. Einzelleistungen sind das Resultat einer guten Teamleistung", betonte Pieckenhagen in diesem Zusammenhang. "Alle im Kader machen einen guten Job, sorgen für ein hohes Trainingsniveau und pushen sich gegenseitig. Dieser Fleiß zahlt sich aus." Denn bislang geht das Konzept des Aufsteigers auf.