Nach Relegations-Drama: Wie es bei der Fortuna weitergehen soll

Der beste Angriff der Liga, eine der stärksten Abwehrreihen im Unterhaus. Zum ersten Mal seit 28 Jahren wieder im DFB-Pokal-Halbfinale. Dazu ein dritter Platz, mit dessen Punktzahl man in anderen Jahren aufgestiegen wäre. Und trotzdem spielt Fortuna Düsseldorf nächstes Jahr nur zweitklassig. Nach der dramatischen Relegation richteten die Verantwortlichen ihren Blick nach vorne.

"Nächstes Jahr wieder angreifen"

"Wer weiß, wofür es gut war. Wir werden gestärkt daraus hervorgehen", kündigte Cheftrainer Daniel Thioune unmittelbar nach der Bundesliga-Relegation an, die nach insgesamt 210 Spielminuten und einem Elfmeterschießen tragisch für die Rheinländer endete. Mit 63 Punkten auf Platz 3 wären die Düsseldorfer vor vier, fünf Jahren noch direkt aufgestiegen. Nun steht die Planung für eine weitere Zweitliga-Saison an. "Ich bin enttäuscht, das ist klar", gestand auch Sportvorstand Klaus Allofs ein. Doch der 67-Jährige wollte die positiven Werte hervorheben, die aus der Saison übrig bleiben werden.

"Für uns ist es jetzt die Aufgabe, alle wieder aufzurichten, aber ich habe große Lust, im nächsten Jahr wieder anzugreifen", kündigte Allofs an. "Diese Mannschaft hat insgesamt eine hervorragende Entwicklung genommen, auf der wir in der kommenden Saison aufbauen wollen." Leistungsträger wie Christos Tzolis oder Ao Tanaka, um die sich bereits seit Wochen die Gerüchte aus der Bundesliga ranken, werden die Düsseldorfer kaum halten können. Dem Sportvorstand war daher klar, worauf es ab sofort ankommen wird: "Die Aufgabe, die in den nächsten Tagen und Wochen auf uns zukommt, ist, die Mannschaft für die 2. Bundesliga aufzustellen. Es soll eine Mannschaft sein, die hoffentlich wieder so eine Rolle wie in dieser Saison spielen kann."

Vorstandschef Jobst vom Weg überzeugt

Seit vier Jahren spielt Düsseldorf wieder in der 2. Bundesliga, bis auf eine Ausnahme ging es für die Fortunen immer um den Aufstieg. Mit dem Freikarten-Projekt "Fortuna für alle" hat der Verein zudem in dieser Saison ein Novum im Profifußball geschaffen, indem drei Spiele in der Saison frei zugänglich gemacht wurden. Sowohl sportlich als auch wirtschaftlich wirkt der Weg der Düsseldorfer vielversprechend. "Wir wissen, wo wir hinwollen. Wir sehen erste Erfolge. Deshalb werden wir diesen Weg Schritt für Schritt weitergehen", kündigte daher auch Vorstandsvorsitzender Alexander Jobst an. Den Schmerz des verpassten Aufstiegs müsse man aber zunächst ruhen lassen.

"Und dann gilt es, nach vorne zu schauen und zu erkennen, was wir schon erreicht haben", so Jobst, der damit in das gleiche Horn wie Allofs stößt. In erster Linie wird es nun um die Kaderplanung gehen. "Natürlich haben wir in den letzten Wochen zweigleisig geplant", so Jobst. Und auch Allofs versprach: "Wir müssen sehen, wie wir die Schlüsselpositionen besetzen, so dass wir konkurrenzfähig sind und oben mitspielen können." Eine permanente Entwicklung, die langfristig zum Erfolg führen soll, wird in der Landeshauptstadt auch in der kommenden Saison fortgesetzt.

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