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Nach Verletzten bei Pyroshow: KSC verhängt Maßnahmen gegen Ultras

IMAGO / Jan Huebner

Es waren unschöne Szenen: Vor dem Spiel zwischen dem Karlsruher SC und dem FC St. Pauli (4:4) am 12. November hatten KSC-Fans eine große Pyroshow gezündet, wodurch mehrere Anhänger verletzt wurden. Nun entschuldigen sich die Ultras. Der Klub hat eine Bewährung und Choreoverbot ausgesprochen.

Choreoverbot und angedrohte Blocksperre

In den vergangenen Tagen hatte ein Austausch des KSC mit der organisierten Fanszene stattgefunden. Dabei nahmen Vertreter der Ultras, des Fanprojekts sowie des Vereins teil. "ULTRA1894 entschuldigt sich aufrichtig bei allen Betroffenen und Verletzten und hat dem KSC glaubhaft versichert, dass dieses Ausmaß und die daraus resultierenden Auswirkungen nicht geplant waren. Gerne möchte ULTRA1894 Kontakt mit den Verletzten aufnehmen, um sich auch nochmals persönlich zu entschuldigen", heißt es auf der Vereins-Homepage.

Der Verein habe die Zusicherung der Ultras erhalten, "dass sich derartige Aktionen, in einem vergleichbaren Ausmaß, nicht wiederholen werden". Unabhängig davon haben die Badener den Ultras gegenüber eine Bewährung bis zum 30.06.2023 ausgesprochen. "Sollte es bis Saisonende bei den Heim- und Auswärtsspielen des KSC zu einem Fehlverhalten im Stadion kommen, das durch die organisierte Fanszene zu verantworten ist, wird als Sanktion der Block S3 für die Dauer von drei Heimspielen gesperrt", erklärt der Klub. Zudem wurden "bis auf Weiteres" großflächige Choreografien untersagt.

Täter weiterhin unbekannt

"Unabhängig der ausgesprochenen Sanktion und auferlegten Bewährung wird der KSC seine internen Prozesse des Sicherheitsmanagements intensiv überprüfen und eventuell notwendige Maßnahmen umsetzen", heißt es in der Mitteilung. Zudem wurde darüber informiert, dass weiter mit den Behörden zusammengearbeitet werde und die verantwortlich handelnden Personen dem KSC "weiterhin nicht bekannt" seien.

Wie der Verein am 17. Spieltag mitteilte, mussten 10 bis 15 Personen ambulant behandelt werden, nachdem sie Rauch eingeatmet hatten. Seitens des DFB droht dem Karlsruher SC eine empfindliche Geldstrafe – vor allem deswegen, weil die Partie durch die Rauchentwicklung erst mit 15-minütiger Verzögerung angepfiffen werden konnte.