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Nach vier Wochen Pause: Kiel will ein "gutes Orchester" sein

© IMAGO / Zink

Die KSV Holstein Kiel kann fast vier Wochen nach ihrem letzten Einsatz wieder ins Zweitliga-Geschehen eingreifen – und das ausgerechnet bei Spitzenreiter Bochum. Aufgrund der Nachholspiele gerieten die Störche zuletzt zwar ins Hintertreffen, bei erfolgreichem Ausgang wären sie allerdings selbst Tabellenführer. Eine Situation, die nach wie vor keine Rolle für Cheftrainer Ole Werner spielt.

Serra für Bochum fraglich

"In den letzten drei Spielen kann die Tabellenkonstellation mitenscheiden, aber bis dahin gilt es, die Körner zusammenzuhalten", ordnete der Kieler Coach den aktuellen Stand des Geschehens ein. Insbesondere die Umstände an der Förde machen es den Störchen derzeit nicht leicht, denn angesichts von drei aufeinanderfolgenden Englischen Wochen steht der KSV eine intensive Zeit bevor. Ole Werner zeigte sich davon unbeeindruckt: "Es ist ein Spielrhythmus, den wir in diesem Kalenderjahr fast als ’normal' bezeichnen können. Wir hatten schon ähnliche Situationen, auch da sind wir gut durchgekommen."

Vom großen Verletzungspech blieben die Kieler tatsächlich bislang verschont. Einzig Stefan Thesker (Achillessehnenriss) und Mikkel Kirkeskov (Achillessehnenreizung) fallen für das Spitzenspiel in Bochum aus. Noah Awuku, ebenfalls mit einer Achillessehnenverletzung gebeutelt, ist derweil wieder im Mannschaftstraining – in dem Janni Serra zuletzt einen Schlag auf das Knie abbekam. Ob der Top-Stürmer einsatzbereit sein wird, ist fraglich. Sorgen machte sich Werner angesichts des vermeintlichen Neustarts in die Saison nach fast vier Wochen nicht. "Vom Gefühl her fehlt die Referenz zum letzten Spiel, es ist vielleicht mit einer Winterpause zu vergleichen", erläuterte der 32-Jährige.

"Auf die Geige hauen"

In Bochum gilt die Aufmerksamkeit vor allem Simon Zoller und Robert Zulj, die für die Offensivpower des Revierklubs stehen. "Wir haben nicht ohne Grund die beste Defensive in diesem Jahr", zeigte sich Werner zuversichtlich, dass Kiel ebenso seine Qualitäten präsentieren kann. Denn auf Nachfrage der Presserunde zog der 32-Jährige einen musikalischen Vergleich: "Wenn es ein gutes Orchester ist, dann stimmt es die Instrumente in der Regel, bevor es vor das Publikum tritt. Aber es gibt einen Gegner, der versucht, dir auf die Geige zu hauen." Das gilt auch am Samstag (13 Uhr), wenn Kiel zum Spitzenspiel antritt. Und Werner blieb gewohnt pragmatisch: "Es ist ganz egal, wie der Gegner heißt, du musst immer bei 100 Prozent sein kann."