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Nächster Wiesbaden-Deal: St. Pauli verpflichtet Jakov Medic

© IMAGO / Karina Hessland

St. Pauli setzt den intensiven Austausch in diesem Sommer-Transferfenster mit dem SV Wehen Wiesbaden fort – und verpflichtet Jakov Medic. Zuvor gaben die Kiezkicker bereits zwei Akteure an den Drittligisten ab, nun machte ein Spieler den umgekehrten Weg.

Shootingstar in Wiesbaden

Mit Florian Carstens und Kevin Lankford setzten sich zwei Leihspieler des FC St. Pauli in der abgelaufenen Saison beim SV Wehen Wiesbaden durch, sodass die Hessen beide Akteure gerne für die nächste Spielzeit verpflichten wollten. Der Kiezklub vom Millerntor stimmte zu und ließ Eigengewächs Carstens, sowie Flügelspieler Lankford gegen Zahlung einer Ablösesumme in unbekannter Höhe ziehen. Möglicherweise wurden die Transfers mit dem Wechsel von Jakov Medic verrechnet, der jetzt andersherum den Weg an den Hamburger Kiez geht. Bei den Hessen galt der 22-Jährige in der abgelaufenen Saison als Shootingstar.

Eigentlich ist der in Zagreb geborene Kroate in der Innenverteidigung beheimatet, doch Medic kann auch eine Reihe weiter vorne im defensiven Mittelfeld die Fäden ziehen. Ein ausgeprägter Offensivdrang sorgte sogar dafür, dass Medic für Wiesbaden drei Spiele als Mittelstürmer absolvierte – mit einem Tor und zwei Vorlagen in den jeweiligen Einsätzen. Auch sonst: Mit fünf Toren und sechs Vorlagen in 36 Drittliga-Spielen war Medic einer der auffälligsten SVWW-Akteure der Saison. Sein Marktwert wird auf 400.000 Euro geschätzt, die Tendenz ist steigend. Nun verpflichtete St. Pauli den 22-Jährigen, der in Hamburg vornehmlich als Defensivakteur eingeplant wird.

Steile Karriere seit 2018

2018 wechselte Medic erstmals nach Deutschland, um sich der Regionalliga-Mannschaft vom 1. FC Nürnberg anzuschließen. Ein Jahr darauf erhielt er einen Profi-Vertrag am Valznerweiher, wurde aber direkt an den damaligen Zweitliga-Aufsteiger aus Wiesbaden ausgeliehen. Jakov sammelte erste Erfahrungen in 13 Einsätzen im Unterhaus, bevor er als Stammkraft in die 3. Liga ging. Dort überzeugte der 22-Jährige derartig, dass Wiesbaden die Leihe schon im Winter beendete und Jakov stattdessen fest verpflichtete – mit Vertrag bis 2024. Aus diesem kaufte ihn wiederum der FC St. Pauli jetzt heraus.