Negativlauf hält an: Aue fehlt die Konstanz und das Glück

Nach der hohen 2:6-Niederlage in München verpassen die Veilchen die Chance auf Wiedergutmachung und unterlagen dem Club aus Nürnberg mit 1:2. Aue verpasst den Sprung aus dem Keller und ist nun seit drei Spielen ohne Punkt.

Zurück zur alten Abwehrkette

Christian Tiffert, der 35-jährige Routinier, brachte es vor dem Spiel auf den Punkt, die Mannschaft muss sich wieder auf die Basics konzentrieren, hinten sicher stehen und strukturiert nach vorne agieren. Pavel Dotchev stellte nach der Klatsche in München um und brachte Adam Susac für die Innenverteidigung, somit komplementierte er die alte Abwehrkette, die Aue letzte Saison so defensivstark gemacht hatte. Dazu rutschten Riese und Adler in die Startelf. Mit dem Club kam eine Mannschaft, die keines ihrer letzten fünf Ligaspiele verloren hatte. Doch davon war in der ersten Halbzeit wenig zu sehen, beide Mannschaften beschränkten sich auf solide Abwehrarbeit, Torchancen und Strafraumszenen gab es kaum. Aue machte über weite Strecken das Spiel, war aber oft zu harmlos. Aues zuletzt viel gescholtene Abwehr hielt dicht und vor allem Susac strahlte die notwendige Sicherheit und Ruhe aus. Doch wie aus dem Nichts gingen die Gäste vor der Halbzeit in Führung, Ex-Veilchen Kempe flankte in den Strafraum und fand Möhwald, ein Torschuss ein Treffer, damit ging es in die Pause.

Kein Glück im zweiten Durchgang

Zu Beginn des zweiten Durchgangs verflachte die Partie noch weiter, Aue bekam keinen Zugriff, doch auch die Nürnberger setzten keine Akzente, das Spiel beschränkte sich aufs Mittelfeld. Aue versuchte es mit langen Bällen, die Hovland und Mühl aber ohne Probleme entschärfen konnten. Doch nach 60 Minuten traf Aue wie aus dem Nichts, nach einer Hertner Flanke legte Kaufmann in die Mitte ab, dort wurde Köpke zu Fall gebracht, doch bevor Schiedsrichter Kempkes pfeifen konnte, hatte Nicky Adler den Ball ins Tor geschossen. Plötzlich waren die Auer wach, gingen zielstrebiger in die Zweikämpfe und drückten den Club in deren eigene Hälfte. Die größte Chance vergab Susac, der völlig frei zum Kopfball kam, aber den Ball Kirchbaum im Nürnberger Tor in die Arme köpfte. Doch Aue konnte das Tempo nicht halten und der Club glänzte wieder einmal mit purer Effizienz, ein Eckball reichte den Nürnbergern zur erneuten Führung und diesmal schafften es die Auer nicht mehr das Ergebnis auszugleichen.

Keine klare Spielidee

Zwei Torschüsse reichten den Nürnbergern zum Sieg, die Franken stellten Aues Stürmer Köpke und Kvesic über lange Phasen kalt und profitierten am Ende von ihrer guten Chancenauswertung. Aue hätte ein Unentschieden verdient gehabt, doch es fehlte der Biss, das Glück und die Entschlossenheit am Ende. Für Trainer Dotchev dürfte die Luft langsam eng werden, denn auch die Einwechslungen des Bulgaren brachten wenig, oder kamen zu spät und im Sturm haben die Veilchen keine echten Alternativen, die für Gefahr sorgen. Dotchevs Wunschspieler Toshev und Nazarov standen wieder einmal nicht im Kader. Den Veilchen fehlt es an Selbstvertrauen, einer klaren Spielidee und Stabilität. Zu viele Fehlpässe und liegengelassene Chancen: damit holt man nicht die nötigen Punkte im Abstiegskampf. Einzig positiv: die Abwehr wirkte wieder stabiler, trotz der beiden Gegentore kann man darauf aufbauen.

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