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"Nervt jeden Einzelnen" – Darmstadt steckt weiter im Tabellenkeller fest

IMAGO / HMB-Media

Durch das 0:1 gegen den Karlsruher SC am Freitagabend bleibt der SV Darmstadt weiter in der Abstiegszone hängen. Bei der Pleite zeigte die Mannschaft zwei unterschiedliche Gesichter und enttäuschte im zweiten Durchgang. Was Trainer Markus Anfang zur aktuellen Situation sagt.

Fünf Punkte auf Relegationsplatz

Es bleibt dabei: Das Jahr 2021 und der SV Darmstadt 98 werden (noch) keine Freunde. Erst zwei Siege und ein Unentschieden holten die Lilien in zehn Spielen. Der Vorsprung auf den Abstiegs-Relegationsplatz beträgt deshalb nur fünf Punkte. Die Konkurrenz hat allerdings ein Spiel weniger absolviert. Dabei zeigte das Team von Trainer Markus Anfang in der ersten Halbzeit gegen den KSC, dass es gewillt ist, die Punkteausbeute aufzubessern. "Im ersten Durchgang haben wir uns viele Chancen herausgespielt und hatten die Partie im Griff", so der Coach. Doch seine Spieler verpassten es, sich zu belohnen: "Über Serdar Dursun müssen wir 1:0 in Führung gehen, Tim Skarke und Tobias Kempe hatten danach noch weitere Chancen."

Aber: Was nicht ist, kann ja noch werden. Denkste! Denn der SVD hatte eine "schlechte zweite Halbzeit gezeigt", wie Anfang urteilte. Und die Gäste nutzten das aus, kamen durch Kyoung-rok Choi zur Führung und somit schon zur Spielentscheidung (52.). "Das Gegentor resultierte aus einem Einwurf. Eine Spielsituation, die eigentlich keine Gefahr darstellen darf. Nach einem einfachen Doppelpass lassen wir den Mann durchgehen", kritisierte der 98-Coach. Der Rückstand war ein Genickbruch für die Hessen, die danach nicht mehr an die Leistung des ersten Durchgangs anknüpfen konnten. Das Team habe nicht in den Rhythmus gefunden, "weil wir viel zu viele individuelle sowie unnötige Fehler ohne Druck des Gegners gemacht haben. Das darf uns nicht passieren". Der 46-Jährige habe Richtung Spielende "eine gewisse Verunsicherung" bei seinen Profis gespürt.

"Sind in einer schweren Situation"

So reichte es letztlich nicht mehr für einen Punktgewinn, was die Lage im Abstiegskampf weiter verschärft. "Wir sind in einer schweren Situation", verschließt Anfang die Augen nicht vor der Realität. Man müsse sich alles "schon im Training knüppelhart erarbeiten. Wir müssen alles dafür tun, dass wir da unten rauskommen. Das wird nicht gelingen, wenn nicht jeder einhundert Prozent gibt", lautete seine klare Botschaft an die Mannschaft.

Das gilt sowohl für die Offensiv- als auch die Defensivspieler. In zuletzt zehn Ligapartien gelangen nur neun Treffer, dafür gab es 17 Gegentore. Nur beim 1:0 gegen den VfL Osnabrück blieb Keeper Marcel Schuhen ohne Gegentreffer. Die momentane Situation nerve "jeden Einzelnen", erklärte Kapitän Fabian Holland: "Wir haben in der ersten Halbzeit gesehen, dass wir uns durchspielen können und Chancen bekommen. Aber wir machen den Ball nicht rein und hinten bekommen wir immer wieder ein Ding. Das sind die Themen, die sich durch die Saison ziehen", spricht der 30-Jährige die Missstände an. "Wir wissen, worum es geht. Wir müssen anfangen, auf dem Platz abzuliefern." Die nächste Chance dazu gibt es am Freitag beim Auswärtsspiel gegen den SC Paderborn.