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Neuzugänge im Fokus: Härtels Qual der Wahl vor Hannover

© IMAGO / Fotostand

Die Konstanz des F.C. Hansa Rostock bezieht sich zurzeit darauf, dass auf einen Sieg stets eine Niederlage folgt. Gemeinsam mit den drei Neuzugängen vom Deadline-Day will Cheftrainer Jens Härtel für eine erfolgreichere Spielweise sorgen. Auf die Transferphase blickt Martin Pieckenhagen mit gemischten Gefühlen zurück.

"Haben Qualität hinzugefügt"

Von Zusagen bis Absagen inklusive Kehrtwendungen in beide Richtungen habe der Hansa-Sportvorstand in diesem Sommer alles dabei gehabt. Am Beispiel von Ex-Rostocker Oliver Hüsing machte der 50-Jährige außerdem klar, dass nicht immer alles – aus unterschiedlichsten Gründen – geklappt hat. Doch in der Gesamtbetrachtung war Pieckenhagen zufrieden. "Das, was wir machen wollten, haben wir gemacht. Wir haben der Mannschaft Qualität hinzugefügt und machen es dem Trainer damit nicht einfach, Entscheidungen für den Spieltag zu treffen", so der Sportchef.

Vor dem Heimspiel gegen Hannover (Sonntag, 13:30 Uhr) kann Jens Härtel somit auf Rick van Drongelen (Union Berlin), Dong-gyeong Lee (FC Schalke 04) und Anderson Lucoqui (1. FSV Mainz 05) zurückgreifen. Alle drei Akteure kamen am letzten Transfertag per Leihe an die Ostsee und machten bereits die erste Trainingseinheit mit. "Wie wir das dann im Detail machen, werden wir sehen", wollte sich Härtel noch nicht zu möglichen Einsätzen der neuesten Spieler äußern. Dazu habe er auch noch gar nicht genug Eindrücke sammeln können – doch klar scheint, dass Härtel die Last-Minute-Neuzugänge ins kalte Wasser werfen könnte. "Körperlich sind sie auf einem guten Level", versicherte der Übungsleiter.

Härtel fordert scharfe Sinne

Ähnliches gilt wohl auch für Hannover 96, das zur großen Herausforderung für die Kogge werden wird. "Wir bewegen uns punktetechnisch auf Augenhöhe und wir können sie auch schlagen, aber Hannover ist der Favorit", merkte der Hansa-Coach vor dem Aufeinandertreffen an. "Die Rollen sind klar verteilt. Die haben so viel investiert, angefangen beim Trainer. Die haben den Anspruch, ganz oben mitzuspielen und bestenfalls aufzusteigen." Auf dieser Entwicklungsstufe steht die Hansa-Kogge zwar noch nicht, doch Rostock will vor über 25.000 Zuschauern dagegenhalten.

"Die Jungs wissen, dass sie es besser können, als sie es zuletzt gegen Karlsruhe und Darmstadt gemacht haben", nahm Härtel seine Spieler in die Pflicht. Anhand des bisherigen Saisonverlaufs mache er sich aber keien Sorgen. "Bisher haben wir es immer ganz gut geschafft, eine Reaktion zu zeigen. Das erwarte ich natürlich auch jetzt." Im Ostseestadion habe Rostock nach zwei Siegen infolge einen guten Rhythmus entwickelt. Den will Härtel beibehalten: "Es gilt, scharf zu bleiben." Vor eigenem Publikum war das zuletzt gelungen.