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Nordduell in Kiel steht an: "Jeder muss parat sein"

© IMAGO / Zink

Holstein Kiel lädt am heutigen Freitagabend (18:30 Uhr) zum Nordduell mit dem FC St. Pauli ein. Die Störche stehen inzwischen ein bisschen zwischen den Stühlen, denn von hinten drücken die Verfolger und nach vorne kann die Elf von Cheftrainer Ole Werner aus eigener Kraft angreifen. Sofern diese Kraft vorhanden ist. Denn das straffe Restprogramm zieht weiter seine Folgen nach sich.

"Das ist keine Phrase"

Verletzungstechnisch blieb die KSV Holstein bislang durch die hohen Anforderungen verschont. Dabei hat der Klub die Vorgänge zwischen den Spielen gar nicht groß verändert, wie der Übungsleiter der Störche einblicken ließ. "Im normalen Rhyhtmus ist es auch so, dass wir verschiedene Regenerationsmaßnahmen haben. Das geht über Massagen bis zur Sauna, wem es gut tut", erklärte Werner, dass das Angebot auch außerhalb eines Spielplans mit Partien an jedem dritten Tag an der Förde groß ist. Daher "gibt es wenig zusätzliche Maßnahmen, aber die, die sonst an einem Tag ergreift, werden jetzt an jedem Tag ergriffen".

Dazu zählen neben den Regenerationsmaßnahmen vor allem auch ein Auge auf den Schlaf und die Ernährung der Spieler. "Die Umfänge an Behandlungen haben natürlich zugenommen, weil jeden Tag eine Pflege in irgendeiner Form angesagt ist", versicherte Werner, dass auf jeden einzelnen Spieler in dieser Phase geachtet wird. Denn der Fußballlehrer betonte, dass er im Saisonfinale auch jeden einzelnen Akteur brauchen wird: "Das ist keine Phrase. Jeder muss parat sein, selbst wenn es nur um die letzten fünf Minuten geht." Denn aus eigener Kraft kann Kiel sich weiterhin einen direkten Aufstiegsplatz schnappen.

Werner will "beides hinbekommen"

Ob die KSV mehr wert darauf legt, dass die Verfolger nicht herankommen oder dass sie oben selbst noch angreifen kann? "Es geht für mich darum, gegen St. Pauli drei Punkte zu holen und damit eigentlich beides hinzubekommen", lächelte Werner die Nachfrage aus der Presserunde charmant weg. Denn klar ist: Gegenüber der Konkurrenz hat Kiel weiterhin zwei Nachholspiele in der Hinterhand. Das sorgt natürlich auch für den engen Zeitplan. Ein bisschen fühlt sich der Endspurt daher vielleicht wie ein Turniermodus für die Kieler an, auch, wenn Werner verdeutlichte, dass es "mental etwas anderes ist".

Dem FC St. Pauli will der Coach nun zunächst mit mannschaftlicher Geschlossenheit und gegenseitigem Einsatzwillen begegnen. "St. Pauli unterscheidet sich in der Unberechenbarkeit in der Offensive von anderen Mannschaften", warnte Werner vor allem vor dem kaltschnäuzigen Offensivtrio der Hamburger. Alle Gedankenspiele um die Tabellenkonstellation darüber hinaus blendete der 33-Jährige bewusst aus: "Es ist nicht meine Aufgabe, irgendwohin Kampfansagen zu schicken. Wir müssen nur auf uns schauen und gucken, dass wir das bestmögliche auf den Platz bringen, was wir in den letzten zwei Tagen vorbereitet haben." Denn dann muss Kiel sowieso nicht auf die Gegner gucken.