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FCN beißt und kämpft: "Eigentlich denkst du dann, es funktioniert"

© imago images / Zink

In vier Anläufen konnte Jens Keller als neuer Trainer des 1. FC Nürnberg noch keinen Sieg feiern. Beim 2:2-Unentschieden gegen Holstein Kiel war der Fußballlehrer bis jetzt aber am nächsten dran, wäre da nicht die letzte Aktion der Störche gewesen. Den Kampfgeist will sich Keller mit dem Team nun bewahren.

Keller rechnete mit Erfolg

In letzter Sekunde legte Salih Özcan für Stefan Thesker quer, der Gästeblock im Max-Morlock-Stadion explodierte vor Freude. Denn die Kieler Störche entführten mit dem Last-Minute-Treffer einen Punkt beim Bundesliga-Absteiger, der die Hinrunde seinerseits auf dem Abstiegs-Relegationsplatz beendeten. Der Trainerwechsel zu Jens Keller brachte derweil keine Besserung, keines seiner vier Spiele gestaltete der neue Übungsleiter erfolgreich.

Dafür aber passte die Einstellung der Nürnberger, denn die Profis vom Club zeigten Einsatzwillen. "Die Mannschaft hat heute gefightet. Das ist das, was man in dieser Situation bringen muss", sah Keller eine Steigerung gegenüber den Niederlagen in Stuttgart und gegen Wiesbaden. Und viel fehlte zum Sieg nicht: "Wir haben wenig zugelassen, machen das Tor, halten den Elfmeter und legen nach der Pause das 2:0 nach. Eigentlich denkst du dann, dass es funktioniert."

"Jungs haben alles reingeworfen"

"Es tut sehr weh, dass wir in der letzten Sekunde noch das Tor kassieren", zeigte sich FCN-Kapitän Hanno Behrens dennoch enttäuscht von dem 2:2-Unentschieden gegen Kiel. Einen Vorwurf wollte er aber nicht an die Mannschaft geben: "Natürlich kann man das besser verteidigen, aber das ist dann eine 50:50-Situation." Freuen konnte sich der Mittelfeldspieler über die Reaktion der Fans, die den Auftritt der Nürnberger honorierte und die Mannschaft trotz des späten Gegentreffers mit Applaus belohnte. Die "vielen Nackenschläge" in dieser Saison seien dadurch aber nicht vergessen.

"Mit dem 1:2 hat die Mannschaft ein bisschen den Mut verloren und fast nur noch nach hinten verteidigt", anaylsierte Jens Keller den Bruch im Spiel, der durch den Anschlusstreffer folgte – zweifache Torführung und gehaltener Elfmeter konnten das Selbstbewusstsein nicht stärken. "Die Jungs haben alles reingeworfen, alles gegeben. Das müssen wir jede Woche abrufen – und bis zuletzt wach sein", bereitete sich der Fußballlehrer auf das letzte Spiel des Kalenderjahres vor, in dem es gegen den Tabellenletzten geht. Und auch Keeper Felix Dornebusch gab zu verstehen: "Den Kampf kann man heute keinem absprechen, dass ist das, was wir für Dresden mitnehmen müssen."