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Nürnberg nach spätem Remis erst enttäuscht, dann zufrieden

IMAGO / Zink

In der Nachspielzeit kassierte der 1. FC Nürnberg im Derby bei der SpVgg Greuther Fürth den Treffer zum 2:2-Endstand. Auch wenn die Enttäuschung direkt nach dem Abpfiff groß war, so waren die Beteiligten mit der Leistung der Mannschaft sehr zufrieden.

Spiel gedreht

Nürnberg-Keeper Christian Mathenia saß auf dem Rasen und musste erst einmal den ganzen Frust aus sich herausbrüllen. Gerade erst hatte die SpVgg Greuther Fürth im Derby durch Dickson Abiama den Ausgleich zum 2:2 erzielt und dem FCN so in der Nachspielzeit den Sieg entrissen (90+3). "Wir waren so nah dran. Ich war nach dem Abpfiff sehr enttäuscht, weil wir den Sieg verdient gehabt hätten", wird Nürnbergs Trainer Robert Klauß auf der Vereinshomepage zitiert. Doch mit ein bisschen Abstand habe er festgestellt, "dass wir ein tolles Spiel geliefert haben. Das war ein schönes Derby. Wir haben vor dem Spiel gesprochen, dass wir Mut, Intensität und Leidenschaft brauchen. Es war gut, was wir heute abgerissen haben".

Dass der "Glubb", der nun sechs Punkte vor dem Abstiegs-Relegationsplatz steht, sich am Ende über ein Remis ärgern würde, war zunächst nicht absehbar gewesen. Denn bereits nach sechs Minuten hatte Havard Nielsen die favorisierten Hausherren in Führung gebracht. "Die erste Halbzeit lagen die Vorteile optisch noch bei Fürth", gestand FCN-Sportvorstand Dieter Hecking ein. Doch spätestens nach dem Seitenwechsel kamen die Gäste immer besser in die Partie. Kapitän Enrico Valentini (57.) und Erik Shuranov (76.) drehten das Spiel sogar.

"Von der Intensität her sehr gut"

"In der zweiten Halbzeit haben wir uns für einen mutigen und couragierten Auftritt mit der Führung belohnt, am Ende aber leider nicht mit einem Dreier", so Hecking. Doch auch er ist der Meinung: Wenn der Frust über den zweifachen Punktverlust verflogen ist, "muss man auf die Leistung aufbauen. Die war so, wie ich sie jede Woche sehen will."  Auch Valentini befand: "Wir haben hier heute ein gutes Auswärtsspiel gemacht. Die erste Halbzeit war auch schon ordentlich, die zweite Halbzeit war dann von der Intensität her sehr gut."

Auch wenn die Leistung letztlich zufrieden stimmte, so wartet das Team seit vier Spielen auf einen Sieg, kassierte jedoch auch nur eine Niederlage. Große Sprünge im Tabellenkeller sind bei den vielen Punkteteilungen zuletzt jedoch nicht möglich. Doch können die Spieler die gezeigte Leistung permanent abrufen, sollte die Rettung kein Problem darstellen. "Darauf müssen wir aufbauen. An dieser Leistung heute muss sich aber jeder auch messen lassen. Das Engagement von heute muss der Maßstab für uns sein", sagte Valentini. Weiter geht’s für den FCN nach der Länderspielpause mit einem Heimspiel gegen den SC Paderborn.