Nürnbergers Doppelpack als erster Schritt: "Müssen jetzt den Kopf aufs nächste Spiel richten"
Der erste Schritt in Richtung Klassenerhalt ist gemacht: Mit einem 2:0 setzte sich der 1. FC Nürnberg im Relegationshinspiel gegen den FC Ingolstadt durch. Bedanken durfte sich der FCN bei Fabien Nürnberger, der den Doppelpack zum genau richtigen Zeitpunkt schnürte.
Nürnbergers Doppelpack öffnet das Tor zum Klassenerhalt
20 Jahre ist Fabian Nürnberger alt, und bisher stand sein Profi-Tor-Konto noch bei Null. Das änderte sich am Dienstagabend: Denn im ersten der zwei wichtigsten Spiele der Saison erzielte der Mittelfeldspieler nicht nur einen, sondern gleich zwei Treffer. Tore, die seinen Verein ein großes Stück näher an den Klassenerhalt bringen: "Das heute war natürlich ein guter Zeitpunkt für meine ersten Tore. Ich freue mich darüber, hätte aber fast noch eines machen können", gab Nürnberger nach der Partie zu Protokoll. Und tatsächlich: In der zweiten Halbzeit hätte der Doppelpacker fast den dritten Treffer nachgelegt, scheiterte allerdings am linken Pfosten (66.).
Dennoch: Ein 2:0 zu Hause ist natürlich ein sehr ordentliches Ergebnis in der Relegation: "Wir wurden heute sehr gut eingestellt von den Trainern. Sie haben uns auch im Trainingslager nochmal heiß gemacht", erzählt Nürnberger: "Auch das Umfeld hat uns in den letzten Tagen nochmal Schwung gegeben. Wir müssen jetzt den Kopf aufs nächste Spiel richten und da wieder so Gas geben, damit nichts mehr schiefgeht."
"Noch ist nichts gewonnen"
Denn klar ist, das selbst das komfortable Hinspiel-Ergebnis noch nicht zum Klassenerhalt reicht. Das betont auch Trainer Michael Wiesinger: "Wir nehmen viel mit. Aber es ist jetzt erst eine Halbzeit absolviert", so der Coach, der aber lobende Worte für den ersten Auftritt seiner Mannschaft hatte: "Wir waren von Beginn an entschlossen, laufbereit und haben unser Herz in die Hände genommen. Wir wussten, dass es schwer gegen uns wird, wenn uns das gelingt."
Er hob die gute Abwehrarbeit seiner Mannschaft hervor – und die Einstellung seines Teams: "Meine Mannschaft hat aufopferungsvoll gekämpft und gezeigt, was wir sehen wollten. Wir fahren jetzt mit Rückenwind nach Ingolstadt, aber auch mit Sorgfalt. Wir müssen das richtig einordnen und demütig bleiben." Keeper Christian Mathenia warnte ebenfalls: "Wir haben ein gutes Spiel gemacht und haben uns ein 2:0 herausgespielt. Darüber sind wir natürlich froh. Aber im Fußball hat man schon viele Sachen gesehen und erlebt. Deshalb müssen wir klar im Kopf bleiben. Noch ist nichts gewonnen."
Die endgültige Entscheidung, wer in der nächsten Saison in Liga 2 an den Start gehen darf, fällt am kommenden Samstag. Um 18:15 Uhr wird das Relegations-Rückspiel zwischen Ingolstadt und Nürnberg angepfiffen.