"Oftmals nicht zu erklären": BTSV-Talfahrt hält weiter an

Der BTSV bleibt auf dem letzten Tabellenplatz stecken. Erneut waren zum Teil kuriose Fehlerketten für die 1:4-Niederlage in Bielefeld verantwortlich, sodass die Zweitligatauglichkeit der eigenen Mannschaft weiterhin von vielen Fans in Frage gestellt wird. Dem Team gehen die Erklärungen aus.

"Gegner war präsenter und entschlossener"

Mit einem Sieg im Krisengipfel konnte sich Arminia Bielefeld am Freitagabend vorerst über den Strich schieben. Leidtragender war Eintracht Braunschweig, denn das Team von Michael Schiele bleibt in der Tabelle ganz unten. Bezeichnend: Der zweite Gegentreffer für den BTSV. Zunächst rettete bei einem Eckball die Latte, dann wehrte Jasmin Fejzic einen zweiten Versuch direkt auf den Kopf von Oliver Hüsing ab, wieder rettete die Latte und anschließend versenkte der Bielefelder doch noch im vierten Anlauf. "Oftmals ist es nicht zu erklären", äußerte sich BTSV-Verteidiger Brian Behrendt ratlos zur andauernden Fehlerkette bei der Eintracht.

Michael Schiele machte schonungslos klar: "Der Gegner war präsenter und entschlossener, den Ball über die Linie zu drücken." Dabei hätte der Spielverlauf anders aussehen können. Nach dem Punktgewinn gegen Düsseldorf (2:2), bei dem der BTSV durchaus überzeugend war, hatte Anthony Ujah früh die Führung auf dem Fuß - aus zehn Metern schoss der Stürmer einen aufspringenden Ball aber deutlich über das Tor. Ähnliche Flugbahnen hatten später weitere Abschlüsse von Krauße oder Strompf, was Schiele ärgerte: "Wenn du nicht direkt aufs Tor schießt, kannst du auch schlecht ein Tor erzielen, vielleicht geht auch mal ein abgefälschter Versuch rein."

Fans kritisieren Kaderplanung

Passend dazu fiel doch noch der Anschlusstreffer dank gütiger Mithilfe des Gegners, denn bei einem Eckball von Immanuel Pherai waren sich Verteidiger und Torwart der Bielefelder uneins - der Ball flog über die Linie. "Wir haben uns gesagt: Wenn wir den Anschlusstreffer machen, ist vielleicht noch was drin", machte Schiele seiner Mannschaft Hoffnung und Mut. Doch die hielt nicht lange, sodass die Unruhe im Braunschweiger Umfeld nun lauter werden wird. Die Bilanz von nur einem Punkt aus sechs Spielen ist für den Aufsteiger schon früh ernüchternd, dazu kommt das deutliche Torverhältnis mit nur drei eigenen Treffern und satten 15 Gegentoren. Insbesondere die Kaderplanung wird nun in Fankreisen kritisch betrachtet.

"30 Minuten haben wir wirklich guten Fußball nach vorne gespielt und sind couragiert aufgetreten, aber dann entsteht eine Fehlerkette. Beim Eckball sind wir einfach nicht mehr richtig dran", fasste Schiele die Partie gegen Bielefeld zusammen, doch es könnte schon jetzt sinnbildlich für die bisherige Saison stehen. Die Sorge in Braunschweig wächst. "Gegen einen derzeit direkten Konkurrenten ist es sehr ernüchternd. Wir haben uns viel vorgenommen und das über weite Strecken gut gemacht. Davon kannst du dir in der Liga aber nichts kaufen", so auch Behrendt nach Abpfiff. Und auch Schiele weiß: "Über 90 Minuten ist das 1:4 natürlich ganz schön deutlich."

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