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Doppelte Geschäftsführung in Osnabrück: "Kann nur bergauf gehen"

imago

Mit Michael Welling hat der VfL Osnabrück seit dieser Woche einen Geschäftsführer Finanzen. Dieser soll zusammen mit Benjamin Schmedes, nun Geschäftsführer Sport, den VfL als Doppelspitze leiten. Welche Ziele der Verein auch mit der Umstrukturierung in der Führung hat.

Idee reifte im vergangenen Jahr

Wirklich ruhig war der Arbeitsbeginn für Michael Welling nicht. Am Montag, seinem offiziellen Start als Geschäftsführer Finanzen, stellte der VfL Osnabrück Cheftrainer Marco Grote frei. "Mein erster Tag war anders, als ich ihn mir vorgestellt habe", wird Welling nach seiner Vorstellung am Mittwoch vom "kicker" zitiert. Involviert war der ehemalige Geschäftsführer von Rot-Weiss Essen, der zuletzt noch den Bereich Marketing und Vertrieb bei Mainz 05 geleitet hatte, nicht. Aber freilich wusste er von dem Vorhaben seines neuen Klubs.

Welling stellt ab sofort 50 Prozent der neuen Geschäftsführung der Osnabrücker dar. Die andere Hälfte verkörpert Benjamin Schmedes als Geschäftsführer Sport. Zuvor war er bereits Sportdirektor, ist nun aber aufgerückt. Präsident Manfred Hülsmann spricht aufgrund der neuen Strukturen von einem "Meilenstein hin zum etablieren Zweitligisten. Es kann jetzt eigentlich nur bergauf gehen". Die Idee mit der Doppelspitze reifte bereits in den vergangenen Monaten. Schon, als auch Jürgen Wehlend noch als Geschäftsführer im Amt war, ehe er zum Jahresbeginn zu Drittligist Dynamo Dresden gegangen war.

Ziel ist Etablierung in der 2. Liga

Der neue Mann Welling werde sich nun um die Verbesserung der infrastrukturellen Voraussetzungen kümmern. "Da liegen auch viele Drittligisten vor uns, was die Trainingsplätze oder auch das Stadion betrifft", sprach er die Missstände klar an. Nun liege der Fokus aber erst einmal auf dem anstehenden Lizenzierungsverfahren.

Langfristig sollen sich die Lila-Weißen in der zweiten Bundesliga etablieren – so der Plan. Aktuell liegt die Mannschaft vier Punkte vor dem Aufstiegsrelegationsplatz, liegt trotz der Talfahrt der letzten Wochen noch im Plan. Ob beim Heimspiel am Samstag gegen den FC Heidenheim schon einer neuer Trainer auf der Bank sitzen wird, ist unklar. In den letzten 48 Stunden sei "sehr viel darüber gesprochen" worden, erklärte Schmedes am Mittwoch.