Ostermontag: Arminia gegen gegen Ligafavoriten
Der DSC Arminia Bielefeld trifft am Montag Abend im Topspiel des 29. Spieltags in der heimischen SchücoArena auf den VfB Stuttgart. Trotz der überaus erfolgreichen Englischen Woche, mit einer Ausbeute von sieben Punkten, stehen die Arminen weiterhin auf einem direkten Abstiegsplatz. Und nun kommt mit dem Bundesliga-Absteiger aus Schwaben auch noch der absolute Aufstiegsfavorit auf die Alm. Doch Hoffnung und Motivation dürften die Spieler der Bielefelder reichlich haben. Bei einem - zugegeben überraschenden - Sieg gegen die Stuttgarter winkt sogar der 12. Platz der Tabelle.
Bis über die Leistungsgrenze gehen
Doch um tatsächlich in die Nähe eines Sieges gegen den VfB zu gelangen, werden die Ostwestfalen wohl erneut eine ihrer besten Saisonleistungen abliefern müssen und dazu noch ein wenig Glück benötigen. Von der individuellen Klasse der Spieler kann in der 2. Liga wohl kaum eine Mannschaft den Stuttgartern das Wasser reichen. Doch auch der aktuell Tabellenzweite der Liga ist nicht unbesiegbar. Zwar ist das Team um Angreifer Simon Terodde das beste Auswärtsteam der Liga, doch gegen direkte Konkurrenten der Arminia - namentlich gegen Würzburg und Düsseldorf - konnten die Schwaben nicht gewinnen. Auch auf die eigenen Heimstärke will sich die Arminia selbst verlassen. Lässt man die ersten zehn Spieltage der Saison außen vor und damit auch die Amtszeit von Rüdiger Rehm, sind die Arminen eines der besten Teams der Liga auf heimischer Wiese. Dazu verlor man auch gegen die Top-Teans aus Berlin und Hannover keines der beiden Spiele im eigenen Stadion. Auf diese Stärke baut auch Torhüter Daniel Davari auf der Pressekonferenz vor dem Spiel: „Wir müssen auf uns schauen und haben zu Hause absolut eine Chance, wenn wir so spielen wie zuletzt. Wir brauchen uns nicht vorm VfB verstecken.“
Tagesform wird entscheiden
Und trotz der selbstbewussten Einstellung der Arminia wird es auch eine große Portion Glück brauchen, um die drei Punkte in Bielefeld zu behalten. Aus den letzten sechs Spielen der Liga holte der DSC sogar vier Punkte mehr als die Gäste und steht in der dazu gehörigen Tabelle auf Rang vier. Doch die Blauen bleiben eine Wundertüte und variieren zwischen Leistungslöchern gegen Nürnberg und Würzburg, sowie starken Auftritten gegen Düsseldorf und Sandhausen. Selbiges gilt auch für den VfB, der zwischen 0:5-Niederlagen in Dresden bzw. 0:3 Pleiten in Würzburg sowie 4:0-Siegen über Fürth und Aue alles im Repertoire zu haben scheint. Panik hat der neue Übungsleiter Jeff Saibene in jedem Falle nicht. Er freut sich auf die Partie für gut 22.000 Zuschauern: „Wir müssen wach und konzentriert sein, das ist ganz klar und möchte die Leistungen der letzten Wochen bestätigen: "Wir haben sehr wenig zugelassen in den letzten beiden Spielen, die Torchancen vom Gegner kann man an einer Hand abzählen. Das hat mit dem ganzen defensiven Verhalten zu tun, es fängt vorne an und zieht sich durch bis zum Torwart. Da gehören alle dazu und das haben sie sehr gut gemacht.“ Und sollte die Überraschung tatsächlich gelingen, würde der DSC automatisch auf die beste Saisonplatzierung in der Liga klettern.