Paderborn: Erneuter Ärger über den Videoschiedsrichter

Beim SC Paderborn herrscht abermals Ärger wegen dem Video-Schiedsrichter. Wie schon beim 0:1 gegen den Karlsruher SC fühlten sich die Ostwestfalen auch nach dem 0:2 gegen den 1. FC Nürnberg am vergangenen Wochenende vom Videobeweis benachteiligt, nachdem ein Tor von Sebastian Vasiliadis wegen einem Handspiel aberkannt wurde. Innenverteidiger Uwe Hünemeier sprach hinterher gar von einer "absoluten Frechheit". 

Wegen Handspiel: Vasiliadis Treffer zählt nicht 

Nachdem die Konkurrenz auf den vorderen Plätzen reihenweise gepatzt hatte, wollte der SC Paderborn am Sonntag gegen den 1. FC Nürnberg den Anschluss an die Spitzenränge wieder herstellen. Das Unterfangen misslang allerdings, am Ende unterlagen die Ostwestfalen den Franken mit 0:2. Dabei war Sebastian Vasiliadis nach 18 Minuten durch einen schönen Distanzschuss in den linken Winkel noch der vermeintliche Ausgleichstreffer zum 1:1 geglückt, Schiedsrichter Robert Hartmann nahm das Tor nach Ansicht der TV-Bilder aber wieder zurück, da Dennis Srbeny den Angriff mit einem Handspiel eingeleitet hatte. Eine regelkonforme Entscheidung, die aufgrund der hohen Zeitspanne von 20,8 Sekunden zwischen dem mit der Hand herbeigeführten Ballgewinn und dem Treffer aber dennoch für Unverständnis beim SCP sorgte.

"Eine absolute Frechheit" 

"Für mich lag zwischen Handspiel und dem Tor eine gefühlte Ewigkeit", erklärte SCP-Kapitän Sebastian Schonlau nach dem Spiel gegenüber der "Neuen Westfälischen" und zeigte sich damit verwundert über die Aberkennung des Treffers. Sein Teamkollege Uwe Hünemeier ging bei der Bewertung der Schiedsrichter-Entscheidung sogar noch einen Schritt weiter: "Ich kann die Entscheidung überhaupt nicht nachvollziehen. Das ist eine absolute Frechheit." Dabei legte Hartmann die Regeln absolut korrekt aus, schließlich lief der Angriff der Paderborner nach dem Handspiel in eins durch, der Ball landete weder im Aus, noch zwischenzeitlich beim Gegner. Doch auch SCP-Sportchef Fabian Wohlgemuth konnte den Ärger seiner Spieler verstehen: "Wenn zwischen Vergehen und Tor 20 Sekunden liegen, ist dies ein Eingriff, der emotional betrachtet schon an den ganz langen Haaren herbeigezogen wird und für spielbeeinflussenden Frust sorgt."

Bedingt war der Ärger vermutlich aber auch wegen einer Videoschiedsrichter-Entscheidung in der Woche zuvor. Beim 0:1 gegen den Karlsruher SC war der VAR nämlich nicht eingeschritten, als SCP-Akteur Svante Ingelsson im Karlsruher Strafraum elfmeterreif gefoult worden war. "Da haben wir uns beschwert, dass sich der Video-Schiedsrichter nicht gemeldet hat. Da dürfen wir jetzt nicht klagen, dass er eingeschritten ist", versuchte Trainer Steffen Baumgart die Wogen hinterher nun aber auch wieder etwas zu glätten.

 

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