SCP: Fans träumen vom Aufstieg - Breitenreiter hält den Ball flach

Mit fünf Siegen in Serie stellte der SC Paderborn nicht nur einen neuen Vereinsrekord auf, sondern schaffte es erst zum vierten Mal in der eigenen Geschichte, einen Spieltag auf dem dritten Platz zu beenden. Dies gelang zuvor nur in der Rekord-Saison 2011/2012, die die Ostwestfalen mit 61 Punkten auf Rang fünf abschlossen. Damals fehlte nur ein Punkt, um in die Relegationsspiele gegen den drittletzten der Bundesliga einzuziehen. In dieser Saison könnte der Sprung jedoch tatsächlich gelingen. Die Elf von André Breitenreiter hat sich nach einem schwachen Saisonstart, als man erst am fünften Spieltag den ersten Sieg einfahren konnte, weiterentwickelt und gehört mittlerweile zu den spielstärksten Mannschaften der 2. Bundesliga. Dies musste zuletzt nicht nur Arminia Bielefeld erfahren, die in der heimischen Benteler-Arena mit 4:0 vorgeführt wurden, sondern eine Woche zuvor auch der Top-Aufstiegsfavorit 1. FC Köln, der auswärts überraschend mit 1:0 besiegt wurde.
Präsident Finke: Mit etwas Glück etwas Außergewöhnliches schaffen
Während die Fans des SCP schon längst vom Sprung in das Bundesliga-Oberhaus träumen, hält Breitenreiter den Ball flach. Immer wieder betont der 40-Jährige, dass man zunächst den Klassenerhalt sichern wolle, um frühzeitig mit den Planungen für eine weitere Saison in der 2. Bundesliga beginnen zu können. Bei aller Euphorie wies er vor allem daraufhin, dass man am Ende der Saison nicht über einen siebten Tabellenplatz enttäuscht sein dürfte. Schließlich sind die Ostwestfalen mit einem Spieleretat von nur etwa vier Millionen Euro im ligaweiten Vergleich eher ein Abstiegskandidat. Dass die Schwarz-Blauen dennoch auf einem Aufstiegsplatz stehen, überrascht daher umso mehr. "Die Ausgeglichenheit der Liga macht es in dieser Saison möglich, mit etwas Glück etwas Außergewöhnliches zu schaffen. Dieser Gedanke muss in die Köpfe der Spieler", gibt sich Präsident Wilfried Finke im "Westfalen Blatt" optimistisch, dass der Traum von der 1. Liga wahr werden könnte. Bei noch 13 ausstehenden Spielen haben es die Paderborner nun sogar selbst in der Hand, den Aufstiegsplatz zu festigen. Spätestens wenn die viel zitierte 40-Punkte-Marke überschritten ist, wird sich Blick so langsam nach oben richten können. Gegen den TSV 1860 München kann am kommenden Samstag der erste Schritt in diese Richtung gemacht werden.
FOTO: Noah Wedel