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Paderborn verliert Jahresauftakt: "Gibt keine Erklärung"

© imago images / Moritz Müller

Dem SC Paderborn fehlt die Konstanz. So einfach lässt sich die Situation der Ostwestfalen nach der 1:2-Niederlage gegen Fortuna Düsseldorf beschreiben, aber so einfach ist die Erklärung für die Leistungsschwankung noch lange nicht. Cheftrainer Steffen Baumgart wünscht sich von seinem Team klarere Aktionen, um aus der Achterbahn endlich auszusteigen.

"Haben es nicht gut gemacht"

Zwei Niederlagen zum Saisonstart, dann sechs Spiele ohne Pleite und danach wiederum drei Partien in Folge ohne Punktgewinn. Die bisherige Spielzeit ist für den SC Paderborn eine Berg- und Talfahrt. Nachdem die Paderborner nun vier Punkte aus den beiden Partien vor dem Jahreswechsel holten, gab es danach wieder eine Niederlage bei Fortuna Düsseldorf. "Ich finde es immer schwierig, Erklärungen dafür zu finden, weil es keine Erklärung gibt", bezog SCP-Cheftrainer Steffen Baumgart Stellung zur unergründlichen Leistungsschwankung seiner Mannschaft. Sicher ist für den 49-Jährigen nur: "Ich hätte mir gewünscht, dass wir von Anfang die Wachheit und Klarheit gehabt hätten, die wir am Ende hatten."

Gerade in der ersten halben Stunde hätte Düsseldorf die Gäste vom Rasen fegen können. Paderborn kam erst im letzten Abschnitt in die Partie, sammelte sich in der Pause und kassierte den zweiten Treffer. "Trotzdem habe ich nicht gesehen, dass wir ständig hinterhergelaufen sind", verteidigte Baumgart seine Mannschaft angesichts der domininanten Anfangsphase der Rheinländer. Die Fehler der Paderborner lagen aber gleichermaßen auf der Hand: "Für unsere Verhältnisse haben wir es nicht gut gemacht. Viele leichte Fehler, viele Ungenauigkeiten." Allerdings fielen die Gegentore, insbesondere der zweite Treffer, dem SCP-Coach "viel zu einfach". "Damit verschenken wir so ein Spiel endgültig", ärgerte sich der Cheftrainer.

"Mehr Konstanz"

Auch Sport-Geschäftsführer Fabian Wohlgemuth forderte nach der Partie: "Wir müssen mehr Konstanz reinbekommen." Dem 41-Jährige gefiel die Schlussphase, in der Paderborn den Anschluss erzielen und noch einmal drücken konnte. "Allerdings haben wir in beiden Hälften zu schwach begonnen", mahnte Wohlgemuth auch, dass die Schlussviertelstunde nicht über die Eindrücke der restlichen Partie hinwegtäuschen. Auch Abwehrchef Uwe Hünemeier analysierte die Situation ähnlich: "Wir haben zu lange gebraucht, um in das Spiel reinzukommen. Aus unseren Chancen haben wir zu wenig gemacht. Am Ende müssen wir uns an die eigene Nase fassen."

Das Auf und Ab in Paderborn geht weiter. Der Bundesliga-Absteiger bekleidete in dieser Saison schon alle Tabellenplätze zwischen dem Aufstiegs- und dem Abstiegs-Relegationsplatz. Mit 18 Punkten aus 14 Partien sind die Ostwestfalen allerdings auch auf einem guten Weg, das ausgegebene Ziel zu erreichen – eine stabile Saison. Obwohl sich das in den abwechslungsreichen Ergebnissen nicht sofort wiederspiegelt, ist der SCP auf einem Kurs zum sicheren Klassenerhalt. Sofern dieses Ziel den Ansprüchen weiterhin genügt.