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Paderborn verspielt den Dreier, KSC feiert Zittersieg

Am Samstag Mittag setzten vier Mannschaften den 22. Spieltag der 2. Bundesliga fort. Mit den Spielen TSV 1860 München vs. SC Paderborn 07 und Karlsruher SC vs. SV Sandhausen standen ausschließlich Teams aus dem Mittelfeld oder von weiter oben auf dem Rasen. Die Ostwestfalen verspielten dabei einen 2:0 Vorsprung in den letzten 15 Minuten. Im Spiel im Wildparkstadion fielen drei Treffer, davon zwei für die Heimmannschaft und einer für die Gäste. Der SCP muss damit Rang drei weiter an Union Berlin und den KSC abgeben.

Paderborn souverän und eiskalt, danach aber schlampig

Das der SC Paderborn in den letzten Wochen eine Macht ist, ist nicht zu bestreiten. Bei ihrem Gastspiel in der Münchner Allianz-Arena bekamen auch die heimischen Löwen die starke Form der Ostwestfalen zu spüren. Bereits in der fünften Minute klingelte es das erste Mal im Gehäuse von Gabor Kiraly. Elias Kachunga setzte sich auf der linken Seite stark durch und bediente den in der Mitte stehenden Vrancic. Der Mittelfeldsspieler, der auch schon in der Vorwoche getroffen hatte, nahm den Ball an, drehte sich um die eigene Achse und schloss wuchtig ab. Der Ball schlug hoch und mittig im Tor ein, obwohl man dem Keeper aufgrund der kurzen Entfernung keinen Vorwurf machen kann. Rund zehn Minuten später erhöhte Alban Meha mit einem tollen Freistoß aus rund 20 Metern halbrechter Position ins rechte untere Toreck. Die Heimmannschaft kam in der Folge kaum zu einem Spielaufbau und hatte lediglich durch Osako zwei mehr oder weniger gefährliche Abschlüsse.

Nach der Pause wollten die Gäste die Partie nur noch über die Zeit bringen. Sie wirkten dabei auch weiterhin souverän und sicher, wenngleich die Löwen immer wieder mit Flanken in den Sechzehner auf sich aufmerksam zu machen wussten. Daniel Bierofka und der eingewechselte Benjamin Lauth hatten kleinere Gelegenheiten. In der 80. Minute fasste sich Daniel Bierofka dann ein Herz und zog aus knapp 20 Metern ab. Keeper Daniel Lück machte keine gute Figur und ließ den Ball an sich vorbei in die Maschen fallen. Auf einmal kam wieder Stimmung in der Arena auf und die Löwen rannten entschlossen an. Die späte Aufholjagd wurde belohnt. Neuzugang Osako schlenzte fünf Minuten vor Schluss einen Ball von der Sechzehnerlinie unhaltbar ins lange Eck. Auch in den verbleibenden Minuten waren die Gastgeber näher am Siegtreffer als der SCP, der nach den Gegentoren völlig von der Rolle schien. Letztlich blieb es beim 2:2.

Zerfahrene Partie in Karlsruhe mit Tempo in Hälfte zwei

Für die Partie beim KSC wollten die Gäste vom SV Sandhausen erst einmal sicher stehen und immer wieder gefährlich vor das Tor von Dirk Orlishausen gelangen. Die Taktik ging in der ersten Halbzeit gut auf. Der KSC war zwar feldüberlegen, doch sprangen dabei kaum Torabschlüsse heraus. Den ersten wirklichen Aufreger der kampfbetonten und nickeligen Partie gab es nach einer halben Stunde. Nicky Adler bekam den Ball rund 22 Meter vor dem Tor der Gastgeber und schlenzte gefühlvoll aufs linke obere Toreck. Mit einer tollen Parade rettete Orlishausen und lenkte den Ball noch am Tor vorbei. Die anschließende Ecke brachte nichts ein. Neben den vielen Fouls im Mittelfeld geschah in den Strafräumen beider Teams wenig. Kurz vor der Pause musste auch noch Koen van der Biezen verletzt ausgewechselt werden.

Nach der Pause nahm die Partie deutlich an Tempo zu. Dominik Peitz eröffnete den Torreigen mit einem wuchtigen Abschluss ins rechte Toreck nach einem schönen Angriff in der 51. Minute. Es entwickelte sich eine offene Partie, die in der 74. Minute mit einem Spieler weniger geführt werden musste. SVS Verteidiger Hübner wurde gegen Micanski tätlich und wurde daher mit einer glatten roten Karte des Feldes verwiesen. Nur wenige Zeigerumdrehungen später gab es dann Strafstoß für die Karlsruher. Torwart Riemann hatte Torres zu Fall gebracht und hatte Glück nicht mit gelb-rot vom Platz gestellt zu werden. Rouwen Hennings verwandelte sicher ins rechte Eck. Als alle das Spiel schon abschreiben wollten, kamen die Gäste noch einmal zurück. Nach einem Fehler von Orlishausen konnte Nicky Adler per Kopf zum 1:2 einnicken. Der Stürmer verletzt sich allerdings dabei, sodass die Gäste die Partie zu neunt beenden mussten. Die letzten fünf Minuten zitterten die Heimfans dann noch einmal um den Dreier, doch die Gäste konnten keinen Ausgleich mehr erzielen.