Paderborner Poker: Muslija "nicht für kleines Geld zu haben“

Beim SC Paderborn laufen kurz vor Beginn der Wintertransferperiode die Vorbereitungen auf einen zu erwartenden Poker um Mittelfeld-Ass Florent Muslija. Anfragen sowohl von Erstligist VfL Bochum als auch weiteren Bundesligisten deuteten sich bereits vor dem Weihnachtsfest erkennbar an.

Zweigleisige Weber-Strategie

Manager Benjamin Weber verfolgt dabei offenbar eine zweigleisige Strategie aus Hochpreis-Politik und Gelassenheit. "Für kleines Geld“, stellte der 40-Jährige im Westfalen-Blatt die Erwartungen der Ostwestfalen hinsichtlich einer Ablöse für Muslija klar, "wäre 'Flo‘ nicht zu haben.“

Zugleich wiegelt Weber betont entspannt Spekulationen über die Zahlungsbereitschaft mögliche Interessenten ab: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Verein für 'Flo' so viel Geld bietet, dass wir darüber nachdenken müssen.“

Alleine Webers Verzicht auf die Festlegung auf ein Mindestsumme oder eine Unverkäuflichkeits-Ansage kann allerdings sehr wohl als Anzeichen für Interesse auch des SCP an einem Transfer des momentan vermutlich wertvollsten Spielers im Kader von Trainer Lukas Kwasniok gelten. Durch Webers vage Aussagen jedenfalls werden Interessenten zunächst einmal nicht abgeschreckt.

Alternativmodell mit vielen Unbekannten

Muslijas Vertrag an der Pader läuft im kommenden Sommer nach zwei Jahren aus, so dass der kosovarische Nationalspieler ablösefrei wechseln und Paderborn dadurch im anstehenden Transfenster letztmals Kasse machen könnte, Der Marktwert des 25-Jährigen, der in der laufenden Saison bereits neun Pflichtspieltreffer erzielt und sechs weitere Torbeteiligungen verbucht hat, wird derzeit auf 2,5 Millionen Euro geschätzt.

Viel Geld, auch wenn in Paderborn eine Gegenrechnung aufgemacht wird. Demnach soll die Auszahlung höhere Fernsehgelder durch ein gutes Saisonergebnis des derzeitigen Tabellensechsten mit Muslija den Ausfall einer Transfersumme weitgehend auffangen können. Angesichts mehrerer Unwägbarkeiten stellt dieses Modell, durch das Paderborn in der vergangenen Saison für Platz sechs 900.000 Euro einstrich, im Gegensatz zu einer weitgehend fixen Ablöse keine seriöse Kalkulation dar.

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