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Paiks Wechsel verzögert sich: Ex-Klub hält Exklusivrecht

© IMAGO / Beautiful Sports

Wird Seung-ho Paik den SV Darmstadt 98 verlassen oder nicht? Eigentlich schien der Wechsel zum südkoreanischen Klub Jeonbuk Hyundai Motors nahezu sicher sein, aber als perfekt wurde er noch nicht gemeldet. Möglicherweise, weil Paiks Ex-Klub Suwon Samsung Bluewings sich eingeschaltet hat. Dieser fühlt sich in seinen Exklusivrechten übergangen.

"Zuerst entschuldigen"

Beim vierfachen Koreanischen Meister wurde Seung-ho Paik ein Jahr lang in der U15-Mannschaft ausgebildet, nachdem der Südkoreaner aus einer Schulmannschaft in Seoul zum Profi-Klub stieß. Kurz darauf wurde niemand anderes als der FC Barcelona auf den Mittelfeldspieler aufmerksam, der fortan von 2011 bis 2017 in verschiedenen Jugendmannschaften der Katalanen spielte. Dank der Mithilfe von Suwon, die Paik laut einem Bericht von "tm.de" sogar drei Jahre lang eine finanzielle Unterstützung in Barcelona stellten. Dafür habe sich der Klub ein Exklusivrecht bei einer Rückkehr nach Südkorea gesichert – und genau daran scheint momentan der Wechsel von Paik zu Liga-Konkurrent Jeonbuk zu hängen.

"Paik wird sich zuerst entschuldigen müssen und alle Gespräche über seinen Wechsel werden danach kommen", heißt es seitens eines Klub-Funktionärs in der koreanischen Nachrichtenagentur "Yonhap". Grundsätzlich wolle Suwon den 23-Jährigen aber wohl gar nicht holen, zumal er "bei unseren Fans zum jetzigen Zeitpunkt nicht willkommen" wäre. Dennoch fühlt sich der Klub wohl obgleichs seines Exklusivrechts übergangen, weil er von keiner Seite der Transfer-Beteiligten informiert worden wäre.

750.000 Euro für Darmstadt

Jeonbuk beteuerte, dass sie von einem Exklusivrecht nichts wussten. Paik soll sich derweil bereits in Südkorea in Quarantäne befinden, um zeitnah einen Vertrag bei seinem neuen Verein zu unterzeichnen. Dem SV Darmstadt 98 sollen diesbezüglich rund 750.000 Euro winken. Doch hätte Paik bereits unterschrieben, so wäre wohl neben einer Entschädigung auch die Rückzahlung der dreijährigen finanziellen Hilfe fällig. Eine Lösung soll erarbeitet werden, um den Transfer noch über die Bühne zu bringen – aktuell stockt der Wechsel aber. Bis zum 31. März ist das Transferfenster in Südkorea noch geöffnet.