Pascal Köpke: Hoffnungsträger im Erzgebirge
Erst seit Januar schnürt der 21-Jährige seine Schuhe für den FC Erzgebirge Aue, doch er hatte großen Anteil am Wiederaufstieg und soll die Veilchen zum Klassenerhalt schießen. Mit seinen Leistungen rückt er in den Fokus der U21-Nationalmannschaft.
Anfang des Jahres nur Leihspieler im Erzgebirge
In der Winterpause musste man in Aue handeln, kein Team der Liga schoss weniger Tore, die Veilchen standen dennoch auf dem Relegationsplatz. Ein Stürmer musste her, der die nötigen Buden für den Aufstieg machen sollte, Pascal Köpke stand bereit. Der Sohn von Bundestorwarttrainer Andreas Köpke lernte beim 1. FC Nürnberg das Fußballspielen und spielte für Unterhaching in der 3. Liga. Nach dem Abstieg der Hachinger ging er zum KSC, doch bei den Badenern kam er kaum zum Zug, so wurde er ins Erzgebirge verliehen um dort Spielpraxis zu sammeln. Zehn Tore machte Köpke in der Rückrunde und hatte so maßgeblichen Anteil am Wiederaufstieg. Gegen den Hallescher FC gelangen ihn drei Tore. Auch im Sachsenpokal traf er für die Veilchen im Derby gegen Dresden.
Sympathie- und Hoffnungsträger
Im Sommer gab es in Aue keine wichtigere Personalie, Köpke sollte im Erzgebirge bleiben und so kauften die Veilchen den Stürmer für eine stolze Summe vom KSC. Das Toreschießen hat Köpke in der Sommerpause nicht verlernt und in zwölf Spielen steuerte er sechs Treffer bei, kein Auer schoss je mehr Tore pro Spiel. Und so ist es nicht verwunderlich, dass der ruhige und zurückhaltende Stürmer im Erzgebirge schon nach nicht mal einem Jahr wie ein Held gefeiert wird. Da er der einzige Knipser im Team der Veilchen ist, ruhen alle Hoffnungen zurzeit auf ihn. Trotz seiner Abgebrühtheit vor dem Tor und seiner hohen spielerischen Fähigkeiten brauch Köpke Platz und seine Vorlagengeber, vor allem die Flügelspieler müssen in Aue mehr Akzente setzen, um ihn mit Bällen zu füttern und ihm Räume zu verschaffen. Fällt das Auer Offensivspiel zu eindimensional aus, hat es auch Köpke schwer sich in Szene zu setzen. Dennoch ist Köpkes Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen und für den FCE wird es sehr schwer werden, selbst im Falle des Klassenerhalts, einen solchen Spieler zu halten.
Tor des Monats und Nationalmannschaft
Gegen den FC St. Pauli gelang Köpke ein besonders schönes Tor, eine flache Hereingabe von Cebio Soukou schlenzte er mit der Hacke an Abwehrspieler und Torwart vorbei ins lange Eck, ein Trick, den er schon in der 3. Liga gezeigt hatte. Nun steht der Treffer zur Auswahl für das Tor des Monats Oktober der Sportschau. Seine Torquote und seine Leistungen blieben nicht unbeachtet, Stefan Kuntz nominierte Köpke für die Freundschaftsspiele der U21-Nationalmannschaft gegen die Türkei und Polen. Dort spielt er mit gestandenen Bundesligaprofis wie Maximilian Arnold und Timo Werner zusammen. Schon bei der U20-WM 2015 kam er im Dress des DFB zum Einsatz. Eine gute Signalwirkung auch für den FC Erzgebirge, der damit zeigt, dass junge Spieler sich in Aue gut entwickeln können.