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Positiver Befund: Ein Dynamo-Profi in Quarantäne versetzt

© imago images / Jan Huebner

Im Rahmen der Coronatest-Maßnahmen in der 2. Bundesliga wurde ein positiver Befund bei der SG Dynamo Dresden festgestellt. Der Verein bestätigte das Testergebnis auf seiner Homepage und appelliert an einen sensiblen Umgang. Um welchen Spieler es sich handelt, kommuniziert die SGD bewusst nicht.

Minge bewahrt Ruhe

Ein Dynamo-Profi wurde positiv auf das Coronavirus getestet. Dies teilte der Klub nach dem ersten Testdurchlauf mit, am Montag folgt ein zweiter Durchgang. Sport-Geschäftsführer Ralf Minge bestätigte den Fall auf der Homepage des Vereins, gerät dabei aber nicht in Panik.

"Wir haben uns seit Wiederaufnahme des Kleingruppentrainings mit enormem Aufwand an das vorgegebene Hygienekonzept gehalten", sieht der 59-Jährige die wirkungsvollen Maßnahmen des Klubs, die das Training ermöglichen sollen. Eine Ansteckungsgefahr besteht aber auch weiterhin im Umfeld der Beteiligten. "Es kann trotzdem niemanden wirklichen überraschen, dass es auch im Profi-Fußball Menschen gibt, die sich mit dem Coronavirus infiziert haben", lässt sich Minge von den Umständen nicht aus der Fassung bringen. Stattdessen spricht er allen Beteiligten im Umfeld Mut zu: "Wir unterstützen als Verein unseren Angestellten und seine Familie in der häuslichen Quarantäne mit allem, was in dieser Situation notwendig ist."

"Plädieren für sensiblen Abwägungsprozess"

Um welchen Spieler es sich bei dem Betroffenen handelt, kommuniziert der Verein nicht – "Privatsphäre und die Persönlichkeitsrechte" gilt es laut Klub in dieser Phase besonders zu schützen. Gleichzeitig gibt es aber eine leichte Entwarnung, denn der Spieler sei "gegenwärtig symptomfrei und befindet sich bereits seit Sonntagmorgen in einer 14-tägigen häuslichen Quarantäne".

Geschäftsführer Michael Born bittet in dieser Situation um Ruhe. "Die kontroverse Debatte um die Fortsetzung des Spielbetriebs bekommt auch durch unseren Fall noch einmal neue Nahrung", weiß auch der 61-Jährige, dass ein positiver Fall zwiegespalten gesehen wird. Kritiker der Saisonfortsetzung könnten sich bestätigt sehen, auf der anderen Seite wurde ein symptomfreier Spieler herausgenommen und damit das Verbreitungsrisiko verringert.

Die gesellschaftliche Zustimmung darf der Fußball dadurch aber nicht verlieren: "Wir plädieren trotz der für die Clubs zum Teil sehr schwierigen Lage weiterhin für einen sensiblen Abwägungsprozess, wenn es um die Fortsetzung des Spielbetriebs geht."