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Pyrotechnik: DFB-Kontrollausschuss geht bei HSV und St. Pauli in Berufung

© imago images / Beautiful Sports

Das Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV aus dem September 2019 schlägt weiterhin hohe Wellen. Der Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) hat beim DFB-Bundesgericht nun eine Berufung gegen die beiden Urteile des DFB-Sportgerichts eingelegt, wonach die beiden Vereine nach den Ausschreitungen ihrer Fans mit milderen Strafen davonkämen, als das in erster Instanz zunächst beschlossen wurde.

Strafen waren nach Einspruch der Clubs abgemildert worden

Im Stadtderby zwischen dem FC St. Pauli und dem Hamburger SV am 16. September 2019 hatten Fans beider Vereine vor dem Beginn der zweiten Halbzeit eine große Menge an Pyrotechnik abgebrannt und dadurch für eine Spielunterbrechung von mehreren Minuten gesorgt. Weitere Unterbrechung aufgrund von Pyrotechnik folgten zudem im Verlauf der zweiten Halbzeit. Bestraft wurden die beiden Clubs dafür zunächst mit einer Strafe in Höhe von insgesamt 320.000 Euro, von denen die Gäste wegen fortgesetzten unsportlichen Verhaltens 200.000 Euro zahlen sollten. Da beide Vereine gegen die verhängten Strafen allerdings einen Einspruch erhoben hatten, wurde das Strafmaß nach einer mündlichen Verhandlung am 17. Januar schließlich auf 230.000 Euro herabgesenkt, wobei nun noch 140.000 Euro auf den HSV entfielen.

Kontrollausschuss hält Strafen für zu gering

Damit wiederum will sich der Kontrollausschuss des DFB aber nicht zufrieden geben und ist nun ebenfalls in Berufung gegangen, wie der DFB am Mittwoch auf seiner Website bekanntgab. "Unserer Meinung nach sind die ausgesprochenen Geldstrafen zu gering für die Vorkommnisse im Stadion. Deshalb haben wir fristgerecht Berufung zum DFB-Bundesgericht eingelegt und warten nun die schriftlichen Urteilsbegründungen des DFB-Sportgerichts ab", wird dort der Vorsitzender des DFB-Kontrollausschusses, Dr. Anton Nachreiner, zitiert. Der Fall ist somit noch längst nicht abgeschlossen und könnte nun doch wieder teurere Züge für den Hamburger SV und den Kiezclub annehmen.