Restart auf St. Pauli: "Das alte Jahr aus den Klamotten schütteln“

Für den FC St. Pauli soll der Jahreswechsel zum Restart werden. Nach zehn Spielen in Folge ohne Sieg wollen die Hamburger gleich in der ersten Begegnung des neuen Jahres am Sonntag bei Aufstiegsanwärter SpVgg Greuther Fürth im Kampf um den Klassenerhalt ein Zeichen setzen.

Schultz:"Versuchen schon einen Neustart“

"Wir alle wollen das alte Jahr aus den Klamotten schütteln“, beschrieb Trainer Timo Schultz auf der Pressekonferenz vor der Reise zu den "Kleeblättern“ den Ehrgeiz seines Teams zur Wiedergutmachung der inzwischen fast dreimonatigen Durststrecke mit Entschlossenheit: "Wir versuchen schon einen Neustart.“

Seine Hoffnung auf eine Trendwende begründete Schultz mit Erkenntnissen aus seiner Analyse der Schwächen seiner Mannschaft vor der nur sehr kurzen Winterpause. Bei Gegentoren "in Umschaltmomenten nach Ballverlusten waren wir zum einen nicht gut gestaffelt. Da hat uns die Absicherung gefehlt und zum anderen der Impuls, sofort dagegen zu gehen und die Retter-Mentalität an den Tag zu legen“, erläuterte der Coach die aus seiner Sicht wichtigste Lehre der Forschung nach den Ursachen für die Misere der Hanseaten.

Eine Runderneuerung seiner Mannschaft allerdings sei angesichts der gerade einmal zwei Wochen langen Saisonunterbrechung nicht möglich gewesen. "Wir hatten nur drei, vier Einheiten. Da kann man nicht wieder in einer klassischen Winterpause nochmal etwas Neues einstudieren“, meinte Schultz.

Dzwigala vor Debüt – Brodersen weiter die Nummer eins

Neu ins Team rücken könnte indes der kurz vor Weihnachten unter Vertrag genommene Defensivspieler Adam Dzwigala. "Adam ist fit, und vielleicht schmeißen wir ihn ins kalte Wasser, wir haben ihn nicht verpflichtet, damit er nur mittrainiert und auf der Bank sitzt“, sagte Schultz zu den Chancen des Polen auf ein Debüt für den Kiez-Klub.

Bereits entschieden hat sich der 43-Jährige ganz offenbar in der Frage nach seiner Nummer eins: In Fürth wird wieder der erst im Dezember beförderte Svend Brodersen anstelle des vorherigen Stammtorhüters Robin Himmelmann zwischen den Pfosten der Norddeutschen stehen. "Svend hat es in den beiden Spielen ordentlich gemacht und ist im Training sehr stabil. Von daher hat er momentan die Nase vorn“, sagte Schultz.

Auch insgesamt plant Schultz trotz einiger Rückkehrer aus dem Lazarett für die ersten Begegnungen im neuen Jahr mit dem bisherigen Personal. „Zurückkommen heißt noch lange nicht spielfähig“, meinte der Trainer mit Blick auf Spieler wie etwa Guido Burgstaller, Philipp Ziereis, Christopher Buchtmann und Jannes Wieckhoff: "Der Großteil der Spieler wird uns im Januar noch nicht weiterhelfen.“

Die Aussicht auf umgehende Fortschritte ist auch die Kernbedingung für die Suche nach etwaigen Neuzugängen in der Wintertransferperiode. "Wenn wir etwas machen“, sagte Schultz, "muss es so sein, dass der Spieler sofort auf dem Platz stehen wird.“

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