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"Richtige Richtung, aber nichts Zählbares": VfL-Coach hadert mit Ergebniskrise

© IMAGO / Zink

Die Misere des VfL Osnabrück hält an, denn die 0:1-Niederlage gegen Hannover 96 ist bereits die fünfte Niederlage in Folge für die Lila-Weißen. Das Polster eines hervorragenden Saisonstarts ist allmählich aufgebraucht, sodass der Blick in Osnabrück nach unten geht. Cheftrainer Marco Grote will "schlichtweg dranbleiben".

Acht Niederlagen in zehn Spielen

Nach dem 7. Spieltag grüßte der VfL Osnabrück als Zweitplatzierter in der Tabelle, damals waren die Lila-Weißen noch ungeschlagen. Danach folgte die erste Pleite, eine deutliche 1:4-Schlappe gegen Nürnberg. Sieg und Niederlage wechselten sich danach ab – doch inzwischen nehmen die Rückschläge beängstigende Ausmaße aus. In den letzten zehn Spielen gingen die Lila-Weißen acht Mal als Verlierer vom Platz. Zuletzt am Montagabend gegen Hannover. "Aus unserer Sicht bewegen wir uns in die richtige Richtung, haben aber dabei noch nichts Zählbares herausgeholt", bekräftige VfL-Cheftrainer Marco Grote in der Pressekonferenz nach der 0:1-Niederlage, dass seine Mannschaft engagiert ist, die schnelle Wende herbeizuführen.

Attraktiv fand Grote das Spiel in der ersten Halbzeit aber nicht. "Die ein oder andere technische Unzulänglichkeit war dabei. Grundsätzlich hat es von der Ordnung für uns ganz gut gepasst", zog der 48-Jährige das Positive aus dem Derby heraus. Gleichwohl betonte er, dass die Osnabrücker "ein stückweit Glück" hatten, dass es zur Pause noch torlos stand. "Wir waren selber nur einmal bei einer Standardsituation gefährlich geworden", haderte Grote mit der eigenen Chancenausbeute. Letztlich segelte den Lila-Weißen einer der vielen Hannoveraner Standards in die Maschen.

"Waren kämpferisch da"

"Kurz vor dem Gegentor hatten wir selber die Riesenmöglichkeit", ärgerte sich der Cheftrainer über den Spielverlauf. Gemeint war die Szene, in der Sebastian Kerk mit einer Flanke zum Vorlagengeben für Maurice Multhaup wurde – der Ball ging allerdings knapp vorbei. Eine weitere Szene – Bryan Henning schob in der 90. Spielminute zum vermeintlichen Ausgleich ein – wurde zurückgepfiffen. Grote sah das Potential seiner Mannschaft: "Wir waren kämpferisch da, auch fußballerisch haben wir versucht zum Tor zu kommen und auch eines geschossen haben, was sehr knapp Abseits war."

Tatsache ist jedoch, dass der gute Saisonstart verpufft ist. Mit 22 Punkten nach 19 Spielen rutscht der VfL immer weiter in der Tabelle ab, nur noch vier Zähler liegen zwischen den Lila-Weißen und dem Abstiegs-Relegationsrang. Osnabrück braucht den Turnaround, von dem Grote überzeugt war: "Wir müssen schauen, dass wir schlichtweg dranbleiben." Die nächste Gelegenheit bietet sich am Samstag (13 Uhr), wenn der VfL Bochum zu Gast an der Bremer Brücke sein wird.