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Rösler lobt F95-Willen: "Nicht besser, aber mental stärker"

© imago images / Horstmüller

Mit drei Siegen aus den letzten fünf Spielen hat sich Fortuna Düsseldorf wieder in ruhiges Fahrwasser gespielt, wohlwissend, dass der 3:2-Erfolg gegen Darmstadt am Freitagabend kein spielerischer Höhepunkt war. Das Team von Cheftrainer Uwe Rösler zeichned sich derzeit durch mentale Stärke aus und zeigte Comeback-Qualität.

Röslers Taktik geht auf

Noch immer reiben sich die Akteure vom SV Darmstadt 98 verwundert die Augen, wie diese Partie am Freitagabend zugunsten von Fortuna Düsseldorf ausfiel. Zwei Führungen des Gegners musste die Elf von Cheftrainer Uwe Rösler ausgleichen, um kurz vor Schluss dann den Lucky-Punch zu setzen und den vierten Heimsieg im fünften Spiel einzufahren. "Wir sind sehr nervös ins Spiel gegangen. Wir haben zu viele Fehlpässe gespielt und den Darmstädtern so früh Möglichkeiten ermöglicht", reagierte der Coach nach der Partie fair, denn vieles deutete nicht auf einen Düsseldorfer Erfolg hin.

Reagiert hatte der 52-Jährige auch im Spiel. Nach einer kleinen Behandlungspause, in der Keeper Florian Kastenmeier durchgecheckt wurde, zitierte Rösler sein gesamtes Team in der 19. Spielminute an den Spielfeldrand, um neue Anweisungen zu verteilen Die Umstellung von Dreier- auf Viererkette lohnte sich, obwohl die Fortuna in der Folge der Partie zwei Gegentreffer hinnehmen musste. Auf den zweiten Rückstand antwortete Düsseldorf ähnlich gut, wie auf den ersten, wie Rösler festhielt: "Nach dem Rückstand sind wir gut zurückgekommen, auch wenn wir das 1:1 mehr oder weniger aus dem Nichts erzielen."

"Unglaubliche Mentalität bewiesen"

Auch für die Tore von Kenan Karaman und Dawid Kownacki fühlte es sich nicht komplett anders an. Das Ergebnis geht trotzdem in voller Linie auf das Konto der Mannschaft, wie Rösler erklärte: "Wir waren insgesamt nicht die bessere, aber die mental stärkere Mannschaft. Wir haben daran geglaubt, dass wir bis zum Schluss Tore erzielen können und haben dementsprechend gewechselt." Der siegbringende Joker kam schließlich mit dem Ausgleichstreffer erst in der 77. Spielminute in die Partie.

"Meine Mannschaft hat unglaubliche Mentalität bewiesen", dankte Rösler seiner Elf nach Abpfiff, denn der erneute Heimsieg kann auch für künftige Aufgaben Kräfte freisetzen. Mit 14 Punkten aus zehn Partien hat sich die Fortuna vorerst auf den achten Tabellenplatz und somit in ruhiges Fahrwasser vorgeschoben. So gut standen die Düsseldorfer nur selten in dieser Saison dar. Daher war auch die Freude insgesamt groß, wie Shinta Appelkamp nach seiner Auswechslung beschrieb: "Wir sind auf der Tribüne vor Freude ausgerastet. Das sind die Momente, für die wir Fußball spielen." Als nächstes muss Düsseldorf beim Karlsruher SC am kommenden Sonntag ran.