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Rösler und der letzte Strohhalm: "Für beide Teams ein wichtiges Spiel"

© IMAGO / Beautiful Sports

Im Verfolgerduell zwischen Fortuna Düsseldorf und Hannover 96 kann wohl nur ein Team die Hoffnungen auf einen Verbleib im Aufstiegsrennen klarmachen. Cheftrainer Uwe Rösler will vieles daran setzen, dass es am Ende des Tages die Rheinländer sein werden. Dazu benötigt Fortuna jedoch mehr Torgefahr, wie der Coach herausstellte.

"Die Sonne scheint"

Mit jeweils 33 Punkten stehen beide Ex-Bundesligisten, die am Sonntag (13:30 Uhr) aufeinandertreffen, an der Schwelle zwischen einem fast schon ruhigen Saisonausklang und dem letzten Strohhalm im Aufstiegsrennen. Nur der Sieger darf sich weiter Hoffnungen machen – und F95-Cheftrainer Uwe Rösler zeigte sich in der Pressekonferenz vor dem Duell zuversichtlich: "Die Sonne scheint. Wir können wieder richtig auf dem Rasen trainieren. Wir haben ein Heimspiel. Ich freue mich und bin optimistisch." Und gerade in der heimischen Merkur-Arena konnte Düsseldorf ja bereits sechs Siege einfahren.

Dass Hannover gleichzeitig nicht für seine Auswärtsstärke bekannt ist, könnte den Düsseldorfern in die Karten spielen. Dazu muss die Fortuna aber das Tor treffen, zuletzt gab es nur zwei Treffer in vier Spielen. "Wir müssen aus allen Mannschaftsteilen heraus mehr Torgefahr entwickeln. Da ist jeder einzelne Akteur gefragt", nahm Rösler seine Mannschaft in die Pflicht und versicherte, dass im Training großer Wert auf die aktuelle Abschlussschwäche gelegt wurde: "Wir haben in dieser Woche viel an unserem Durchsetzungsvermögen gearbeitet. Vor allem im Offensivbereich müssen wir mehr Lösungen finden, 1-gegen-1-Situationen kreieren und auch gewinnen."

Rösler will offensiveren Ansatz

Möglicherweise könnte Shinta Appelkamp das Offensivspiel der Düsseldorfer wieder beleben, denn nach vierwöchiger Verletzungspause kehrt das Eigengewächs zurück. Rösler will aber nicht zu viel versprechen: "Er wird auf jeden Fall dabei sein, aber ich kann noch nicht sagen, ob und wie lange er spielt." Auch auf der Position des Linksverteidigers muss der Coach überlegen, dort sind aber Florian Harthertz und Leonardo Koutris gleichermaßen eine Option für "einen offensiveren Ansatz", wie Rösler es beschreibt. Auf der offensiven Außenbahn könnte es wieder auf Felix Klaus ankommen.

"Er hat über einen längeren Zeitraum nicht regelmäßig gespielt. Da ist es normal, wenn er auch etwas Zeit braucht, um seinen Rhythmus wiederzufinden", stellte Rösler klar, dass der Leihspieler aus Wolfsburg mit harter Trainingsarbeit aufwartet. Mit Hannover begegnet der Flügelspieler gleichzeitig seinem Ex-Klub, der im Winter-Transferfenster ebenfalls an einer Verpflichtung interessiert gewesen sein soll. Für Rösler ist ganz grundsätzlich klar, was allen anderen auch klar war: "Auch mit Blick auf die nächsten Wochen ist die Partie am Sonntag für beide Teams ein wichtiges Spiel." Denn wie bereits beschrieben kann wohl nur ein Team die Träume aufrecht erhalten.