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Rostock statt Philippinen: Hansa-Neuling Strauß schuftet für Startelf

© IMAGO / Fotostand

John-Patrick Strauß ist in Rostock angekommen. Für die optimale Vorbereitung mit der Hansa-Kogge setzte der 26-Jährige jetzt die Nationalspiele für die Philippinen aus. Dabei wird der Außenverteidiger unter Jens Härtel die 10-Kilometer-Läufe absolvieren, die er bereits aus ihrer Zusammenarbeit in Leipzig kannte.

"Nicht hier, um den Strand zu genießen"

Zwei Jahre lang durchlief John-Patrick Strauß die Nachwuchsmannschaften von RB Leipzig. Dabei begegnete er schon einmal Jens Härtel, der in der Saison 2013/14 die U19-Mannschaft trainierte. "Das ist eine Weile her. Aber ein paar Übungen wie der 10-Kilometer-Lauf kamen mir bekannt vor", berichtet Strauß gegenüber der "Bild" über seine Erfahrungen an Härtels Trainingsmethoden. Aktuell frischt der Cheftrainer die Erinnerungen in der Vorbereitung des F.C. Hansa Rostock auf. Strauß will dabei sein – und verzichtet deswegen auf eine Länderspielreise.

"Ich bin stolz, für das Land meiner Mutter zu spielen. Jetzt war mir wichtiger, mit Hansa in die Vorbereitung zu starten", erklärt der 26-Jährige. Strauß spielt für die Philippinen, kam dort bereits zu 13 Einsätzen und zwei Treffern. Im Moment bestreitet die Nationalmannschaft die Qualifikation für die Asienmeisterschaft. Gegen den Jemen (0:0), die Mongolei (1:0) und Palästina (0:4) mussten die Philippinen ohne Strauß antreten. Nach einem Horrorjahr in Aue geht der Verein für den Außenverteidiger vor: "Mein Anspruch ist es, häufig zu spielen. Ich bin nicht hier, um den Strand zu genießen."

 

101 Zweitliga-Spiele als Erfahrung

Von 2017 bis 2022 kickte Strauß im Erzgebirge, das Engagement endete mit dem Abstieg in die 3. Liga. "Der Abschied fiel mir nicht leicht. Fünf Jahre sind eine lange Zeit. Ich wollte unbedingt in der 2. Liga bleiben. Daher war ich froh, dass der Wechsel zu Hansa klappte", so Strauß. Insgesamt bestritt er schon 101 Zweitliga-Spiele, die letzten zwei Jahre zählte er bei den Veilchen zu den absoluten Stammspielern.

Auf der rechten Abwehrseite steht er im Konkurrenzkampf zu Nico Neidhart. Die neue Saison geht Strauß mit Demut an: "Ein verfluchtes Jahr, in dem wir viele Punkte in der 90. Minute verschenkten. Mir wurde klar, dass es ein Privileg ist, in der 2. Liga zu spielen." Dafür will der Außenverteidiger jetzt alles in die Waagschale werfen.