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Rostock: Verhoek durch Härtels Flexi-Systeme kein Alleinunterhalter mehr

© IMAGO / Fotostand

Hansa Rostocks Trainer Jens Härtel will seine Mannschaft zur neuen Saison durch die Einübung zusätzlicher Spielsysteme weiterentwickeln und vor einer gefährlichen Stagnation bewahren. Weniger als drei Wochen vor dem Saisonstart im Heimspiel gegen den 1. FC Heidenheim (17. Juli) zeichnet sich ab, dass die Kogge künftig öfter nicht mehr nur Torjäger John Verhoek als zentraler Spitze agiert.

"Wollen nicht so leicht ausrechenbar sein“

Die Erweiterung der taktischen Möglichkeiten erfolgt aufgrund von Härtels Analysen der vergangenen beiden Spielzeiten. "Wir wollen flexibel, nicht so leicht ausrechenbar sein“, erklärte der 53-Jährige in der Bild-Zeitung seine Pläne.

Tatsächlich könnte eine Fokussierung auf die Erfolgstaktik der jüngeren Vergangenheit mit Verhoek als einzigem Stürmer aufgrund der vorhersehbaren Spielzüge der Kogge in Zukunft nach hinten losgehen. "Mit dem Kader, wie wir ihn jetzt haben, könnten die zwei hauptsächlichen Grundordnungen 4-2-3-1 oder 3-5-2 passen“, beschrieb Härtel die denkbaren Varianten: "Da versuchen wir in der Vorbereitung, mal zu wechseln und zu präferieren.“

Im Alltag sollen mehrere Kriterien bei der Bestimmung der Taktik der Wahl Gewicht haben. "Je nachdem, was zum Gegner passt und womit sich die Mannschaft wohlfühlt“, sagte Härtel.

Prögers Variabilität als Trumpf

Nicht zuletzt durch die Kaderplanung für die zweite Saison im Unterhaus nacheinander hat sich Härtels Handlungsspielraum erweitert. Kai Pröger hat seit seinem Wechsel vom Ligarivalen SC Paderborn seine Flexibilität in der Offensive schon unterstrichen, so dass Svante Ingesson und Pascal Breier nicht mehr die einzigen Kandidaten für einen zweiten Platz im Rostocker Angriff sind.

Härtel tendiert vor den letzten Tests für das künftige Ausweichsystem allerdings momentan zu Pröger: "Kai würde da natürlich gut passen. Er kann Außenstürmer spielen und zweite Spitze neben einem großen Stürmer.“