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Rostock wieder gut und sieglos: "Spiel zwingend für uns entscheiden"

© IMAGO / Fotostand

Der F.C. Hansa Rostock behauptet sich im Kellerduell mit dem SV Sandhausen, kam aber wieder einmal trotz guter Leistung nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus. Diese Tatsache ärgerte Cheftrainer Jens Härtel nach Abpfiff schlichtweg. Dennoch konnte die Kogge einen direkten Konkurrenten auf Distanz halten – und das zurecht.

"Aus dem Nichts liegen wir dann hinten"

"Wenn der gegnerische Trainer zufrieden, dann bin ich es natürlich nicht", erläuterte der Hansa-Coach seine Ansichten zum 1:1-Remis am Sonntag. Alois Schwartz hatte seiner Mannschaft zuvor das Lob ausgesprochen. Härtel zeigte klare Kante: "Aufgrund der Spielanteile und der Chancen bin ich mit dem Punkt unter dem Strich nicht zufrieden." Doch damit müsse der Klub von der Ostseeküste nun leben.

In der ersten Halbzeit habe es die Kogge auch noch nicht so gut gemacht, wie dann nach dem Seitenwechsel. Trotzdem war es ordentlich, fand Härtel: "Da war keine richtige Torchance von Sandhausen und wir liefen nicht Gefahr, dass eine solche Situation hätte entstehen können. Aus dem Nichts liegen wir dann hinten." Nach exakt 30 Minuten netzte Arne Sicker aus abseitsverdächtiger Position im Nachschuss ein – der Treffer hielt einer VAR-Überprüfung stand. Es folgte ein Sturmlauf der Rostocker.

Hansa hält SVS auf Distanz

"In der zweiten Halbzeit haben wir ein richtig gutes Spiel gemacht, viele Chancen herausgespielt und verdient den Ausgleich gemacht", so Härtel. Zwar hätte sich die Partie per direkter Antwort wieder drehen können, doch Hansa-Keeper Markus Kolke hielt seine Mannschaft nach einem katastrophalen Rückpass in die Füße von SVS-Stürmer Daniel Keita-Ruel im Spiel. "Danach müssen wir das Spiel zwingend für uns entscheiden", legte sich Härtel trotzdem fest.

Rostock habe viel Druck gemacht, auch per Eckstöße und Standardsituationen. "Für uns ist es ein bisschen schade", resümierte der Fußballlehrer, dass es trotz allem nur beim Punktgewinn blieb. "Wichtig war aber, dass wir so ein Spiel nicht verlieren." Denn mit dem Remis hält Hansa den SVS auf Distanz – drei Punkte liegen zwischen den beiden Teams. "Das ist das Minimale", was sich Rostock vor der Partie vorgenommen hatte. Kommende Woche geht es dann zum Spitzenreiter nach St. Pauli.