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Rostocks "Pechvogel“ Scherff: "Versinke nicht im Erdboden“

© imago-images/Fotostand

Außenverteidiger Lukas Scherff von Aufsteiger Hansa Rostock treibt nach seinem zweiten Kreuzbandriss innerhalb von etwas mehr als zwei Jahren sein Comeback mit Ehrgeiz voran. Der Pechvogel glaubt fest an eine schnelle Rückkehr ins Team der Kogge und plant für die Winterpause sogar seine Teilnahme am Trainingslager.

"Ich bleibe optimistisch“

"Es ist unglücklich, dass es mich so kurz nacheinander erwischt hat. Zum Glück stellten mir die Ärzte eine positive Prognose aus“, erklärt Scherff in der Bild-Zeitung seine Zuversicht: "Ich versinke nicht im Erdboden und bleibe optimistisch.“

Für ein möglichst zeitnahes Comeback nach seinem Malheur von Ende September im Training und der anschließenden Operation am linken Knie in Berlin absolviert der 25-Jährige derzeit eine sechswöchige Reha in Leipzig. An gleicher Stelle hatte Scherff bereits nach seinem ersten Kreuzbandriss Mitte 2019 im rechten Knie gute Erfahrungen gemacht: "Ich habe mich bewusst für Leipzig entschieden, weil ich dort schon einmal in Behandlung war und dort ein gutes Gefühl.“ Bei planmäßigem Verlauf der Maßnahme geht der Abwehrspieler davon, dass "ich bis Weihnachten durch sein sollte“

"Schade, dass ich dem Team nicht helfen kann“

Eine erfolgreiche Reha würde Scherff in seinem Plan für eine Rückkehr auf den Platz im kommenden Frühjahr einen großen Schritt näher bringen. Das Eigengewächs, das zu Saisonbeginn in den ersten fünf Liga-Spielen immer zur Anfangsformation von Trainer Jens Härtel gehört hatte, verfolgt die Entwicklung seiner Mannschaft im Unterhaus denn auch mit gemischten Gefühlen: "Einerseits freut es mich, dass wir in der 2. Liga angekommen sind. Andererseits ist es schade, dass ich dem Team nicht helfen kann“, beschreibt Scherff sein momentanes Seelenleben.

Damit die Nähe zu seinen Kollegen nicht allzu sehr abnimmt, will der Flügelspieler seine Mitspieler ins Wintertrainingslager begleiten: "Dort könnte ich mit den Physios weitermachen und Teil des Teams sein“, erläutert Scherff seine Absichten.

Im Vordergrund steht allerdings vor allem seine vollständige Genesung. Ungeduldig wartet Scherff schon auf den herbeigesehnten Tag X: "Auch wenn es sechs bis acht Monate dauern wird: Ich will so schnell wie möglich zurück auf den Platz.“