S04-Profis schreiben Mitgliederbrief: "Schämen uns für einige Auftritte"

In der 26. Spielminute kassierte der FC Schalke 04 bei Fortuna Düsseldorf schon den dritten Gegentreffer. Cheftrainer Karel Geraerts sah sich danach zu einem frühen Dreifach-Wechsel gezwungen - und die Königsblauen kämpften sich trotz Niederlage noch einmal zurück. Nun gibt es die Entschuldigung der Mannschaft an die Fans für die Anfangsphase.

"Enttäuschung, Leere, Wut und Scham"

Die Mannschaft hat einen "Sonder-Mitgliederbrief" unterzeichnet. Darin entschuldigen sich die S04-Spieler für den Auftritt in Düsseldorf. "Nach einem ernüchternden Auftritt am Samstagabend ist es uns ein Anliegen, einige Worte an Euch zu richten: Wir selbst sind mit der momentanen Situation sehr unglücklich", heißt es in dem Schreiben, das auch von seiten des Vorstands und Aufsichtsrats verfasst wurde. Und die Worte wurden deutlich: "Mehr noch: Wir schämen uns für einige Auftritte in den letzten Monaten!"

Mit 13 Punkten aus 14 Spielen stehen die Königsblauen auf dem Abstiegs-Relegationsrang. Der Abstand zum ersten Nicht-Abstiegsplatz beträgt drei Punkte. Die Spieler sprechen daher von "Enttäuschung, Leere, Wut und Scham" im Bezug auf den bisherigen Saisonverlauf. Diese Leistung sei "nicht würdig" für einen Klub wie den FC Schalke 04. Insbesondere die ersten 30 Minuten gegen Fortuna Düsseldorf, in denen die Rheinländer gleich dreimal ins Netz trafen, waren ein Sinnbild für die andauernde Krise. Doch die Spieler versichern: "Keiner von uns will eine schlechte Leistung bringen! Keiner von uns will ein Spiel verlieren! Keiner von uns will den Verein in ein schlechtes Licht rücken!"

Auch Verantwortliche in der Pflicht

Die Mannschaft gelobt Besserung. Gleichzeitig nehmen auch die Verantwortlichen den aktuellen Kader in die Pflicht. "Unsere kurzfristige Erwartungshaltung an die Mannschaft für das Heimspiel gegen den VfL Osnabrück ist klar kommuniziert: 90 Minuten volle Konzentration, totale Leidenschaft und drei Punkte für Königsblau", heißt es im Brief. Danach stehen noch Spiele gegen Hansa Rostock und Greuther Fürth an. Vorstand und Aufsichtsrat nehmen sich aber zugleich auch selbst in die Pflicht, gestehen Fehler bei der Kaderplanung in Hinsicht auf Ideen ein, die "nicht aufgegangen" seien. Mit Blick auf das Wintertransferfenster wollen die Verantwortlichen "entschlossen handeln", doch zuerst ist der aktuelle Kader gefordert.

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