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Sandhausen: Machmeier wehrt sich gegen Schwarzmalerei

© imago-images/foto2press

Das Szenario des drohenden Absturzes in der dritte Liga hat für Präsident Jürgen Machmeier bei Abstiegskandidat SV Sandhausen keinen Schrecken. Der Vereinschef wehrt sich für den „Worst case“ gegen jegliche Schwarzmalerei.

"Abstieg wäre Unfall und kein Totalschaden“

"Ein Abstieg wäre ein Unfall, aber kein Totalschaden“, sagte Machmeier im Fachmagazin kicker zu den möglichen Auswirkungen eines Misserfolgs im Kampf um den Klassenerhalt. Aus Sicht des Unternehmers würden die Voraussetzungen bei seinem Klub nach neun Jahren in der zweiten Liga für eine direkte Rückkehr ins Unterhaus trotz einschneidender Sparzwänge, die "auch bei uns einige Spieler knallhart treffen“ werden, gut sein. Aufgrund der Folgen der Corona-Pandemie erwartet Machmeier in jedem Fall die Trennung von "15 bis 20 Profis“ sowie bei verbleibenden Profis Gehaltskürzungen zwischen 50 Prozent und zwei Dritteln der bisherigen Bezüge.

Sandhausen belegt nach zuletzt nur einem Punkt aus den vergangenen drei Spielen acht Runden vor Saisonschluss nur den vorletzten Tabellenplatz. Die Mannschaft des Trainer-Duos Gerhard Kleppinger und Stefan Kulovits hat dabei vier Punkte Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz. Der VfL Osnabrück auf dem Relegationsrang hingegen hat nur einen Zähler mehr als der SVS auf dem Konto.

Hoffnung auf den Sprung in die Relegationsspiele

Die Ausscheidungsspiele gegen den Drittliga-Dritten um die Zweitliga-Zugehörigkeit in der kommenden Saison erscheinen Machmeier denn auch als die momentan realistischste Möglichkeit zur Verhinderung des Abstiegs: "Vielleicht müssen wir es als Erfolg ansehen, wenn wir den Ligaerhalt über die Relegation schaffen.“

Scheitern Kleppinger und Kulovits jedoch, will Machmeier nach über zwei Jahrzehnten an der SVS-Spitze den Klub im Abstiegsfall nicht im Stich lassen und als Präsident weitermachen. "Wenn wir absteigen sollten“, kündigt der 60-Jährige an, „wäre ich bereit, die Schleife in der dritten Liga zu drehen.“