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Schalke liefert Tor-Festival: "Für einen guten Auftritt belohnt"

IMAGO / RHR-Foto

Was für ein Spektakel auf Schalke! Im zweiten Durchgang fielen im Duell gegen den SV Sandhausen alle Treffer zum 5:2-Sieg der Knappen. Dass nicht mehr Treffer fielen, lag am Chancenwucher der Hausherren im ersten Durchgang. Doch trotz des Sieges gab es nach dem Spiel auch kritische Stimmen.

"Gute Antwort auf den Rückstand gegeben"

Nach seiner Ehrung bezüglich seines 154. Zweitliga-Tores, das ihn zum Rekordschützen der Liga macht, nahm Simon Terodde auf der Tribüne Platz. Der Schalke-Knipser fehlte aufgrund von muskulären Problemen. Während der ersten Halbzeit wird sich der 33-Jährige so manches Mal ungläubig an die Stirn gefasst haben, als er mit ansehen musste, wie seine Mitspieler beste Möglichkeiten vergaben. Marius Bülter traf nach Heringe frei vor dem Tor den Ball nicht richtig (8.), der Versuch von Malick Thiaw landete an der Latte (11.) und Rodrigo Zalazar köpfte Sandhausen Schlussmann Patrick Drewes freistehend aus wenigen Metern in die Arme (45.). Trotz Spielkontrolle und vieler Möglichkeiten ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Und wie es dann eben so kommt, nutzten die Gäste ihre erste richtig gute Chance, Marcel Ritzmaier vollendete einen Konter der Gäste nach einem Ballverlust der Knappen zur Führung (47.). Der Nackenschlag für den Absteiger. "Der Start in die zweite Halbzeit war dann denkbar schlecht. Aber wir sind am Ball geblieben und haben eine gute Antwort auf den Rückstand gegeben", sagte Bülter. Denn Schalke hatte nun das Visier besser eingestellt, Thomas Ouwejan (58.) und Bülter (64.) drehten die Partie. Dann halfen die Gäste auch noch mit, Aleksandr Zhirov traf nach einem Eckball ins eigene Tor (72.).

Drexler mit mahnenden Worten

Entschieden war die Partie damit aber noch nicht, Pascal Testroet verkürzte nur kurz darauf auf 2:3 (74.). Die Schalker Defensive hatte keinen Zugriff auf den Gegner, der sich den Ball um und im Strafraum zuspielen und so verkürzen konnte. Aber auch davon erholten sich die Hausherren, beendeten diese torreiche Halbzeit mit den Treffern durch Bülter (76.) und Zalazar (82.). Trotz des ersten Erfolgs nach zuvor drei Liga-Spielen ohne Sieg (ein Punkt) "war nicht alles gut", betonte Dominick Drexler: "Wir müssen die individuellen Fehler in unserem Spiel abstellen. In solch einem Spiel dürfen wir nicht in Rückstand geraten. Mit dem schnellen Ausgleich haben wir aber eine gute Antwort gegeben."

Seine Spieler hätten sich "für einen guten Auftritt belohnt und einige schöne Tore erzielt", lobte Trainer Dimitrios Grammozis, der forderte, "weiterhin wach und geduldig" zu sein. Denn der FC St. Pauli, Gegner am kommenden Samstag, wird so viele ausgelassene Chancen wahrscheinlich härter bestrafen als es Sandhauen getan hat. Durch den achten Saisonsieg kletterte Schalke vorerst auf Rang vier, liegt zwei Punkte hinter dem Aufstiegs-Relegationsplatz.