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Schalke: Serdar auf dem Sprung zu Hertha BSC

© IMAGO / RHR-Foto

Der Umbau des Kaders bei Schalke nach dem Bundesliga-Abstieg geht weiter. Medienberichten zufolge steht ein Wechsel des einstigen Hoffnungsträgers Suat Serdar nach Berlin zu Erstligist Hertha BSC kurz bevor.

Nur noch acht Millionen Euro Ablöse

Angaben des Fachmagazin kicker zufolge soll Serdar der "alten Dame“ bereits seine Zusage für einen Wechsel in die Hauptstadt gegeben haben und auch eine Einigung zwischen den beiden Vereinen in Reichweite sein. Demnach überweist Hertha für den 24-Jährigen, der bei den Königsblauen noch einen Vertrag bis zum Ende der kommenden Saison besitzt, eine Ablöse von acht Millionen Euro und erfolgsabhängige Boni an die klammen Schalker.

Zwar können die Gelsenkirchener momentan buchstäblich jeden Euro gut brauchen und durch den Abschied von Serdar, der "auf Schalke“ zu den Besserverdienern gehört, auch ihre Personalkosten in gewünschter Manier entlasten. Allerdings macht der Transfer über die prekäre Lage des Ruhr-Klubs hinaus auch weitere Veränderungen deutlich: Noch vor eineinhalb Jahren lehnten Schalke und Serdar ein 45-Millionen-Angebote des englischen Premier-League-Vereins ab, ehe parallel zur marktschädigenden Corona-Pandemie Schalke und auch Serdar selbst einbrachen. Vor drei Jahren war Serdar noch für elf Millionen vom damaligen Bundesliga-Konkurrenten FSV Mainz 05 verpflichtet worden.

Viele Probleme seit Höhenflug

Serdars Preisverfall spiegelt jedoch vor allem die Probleme des viermaligen Nationalspielers seit seinem Höhenflug in der vorletzten Saison wider. Mehrfach laborierte der Deutsch-Türke an Verletzungen, musste Blessuren an Sprunggelenk, Zehen und am Knie auskurieren und konnte Schalke im Abstiegssog nicht zur erhofften Stabilität verhelfen. Der vor noch nicht einmal einem Jahr vorstellbare Platz im EM-Kader der deutschen Nationalmannschaft blieb für Serdar folglich auch verwehrt. Vom Wechsel nach Berlin verspricht sich Serdar, der auch von anderen Bundesligisten und auch Klubs aus dem Ausland umworben gewesen sein soll, einen unbelasteten Neustart für seine weitere Karriere.