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Scherning im Derby unter Druck: "Brauchen Top-Leistung von jedem"

© IMAGO / Zink

Arminia Bielefeld braucht vor der Winterpause eine Trendwende – möglichst schon im Ostwestfalen-Derby beim SC Paderborn (Dienstag, 18:30 Uhr). Andernfalls dürfte der Bundesliga-Absteiger wohl als Tabellenletzter überwintern. Um dies zu verhindern, fordert Cheftrainer Daniel Scherning eine Top-Leistung von allen, die es mit den Bielefeldern halten.

"Fokussieren uns auf uns"

Das letzte Derby liegt nicht weit zurück, wurde am 32. Spieltag der Saison 2018/19 in der 2. Bundesliga ausgetragen. Per Doppelpack sorgte Arminia-Kapitän Fabian Klos für den Sieg, der ein Rückschlag im Paderborner Aufstiegsrennen für die die Beletage war. Am Ende stieg Paderborn auf, ein Jahr später ging auch Bielefeld rauf und der SCP wieder runter – nun treffen sie mit unterschiedlichsten Voraussetzungen wieder aufeinander. Denn während Paderborn wieder träumt, brennt auf der Bielefelder Alm der Baum. "Wir fokussieren uns auf uns. Wir müssen als ganze Mannschaft unsere beste Leistung bringen, dann können wir etwas holen", schwor Scherning seine Mannschaft ein.

Den Bielefeldern droht ein kalter Winter auf dem letzten Tabellenplatz, sollte sich nicht zeitnah eine dauerhafte Trendwende einstellen. Elf Punkte aus elf Spielen unter Scherning reichen derzeit nicht aus, um sich den Sorgen zu entledigen. "Wir brauchen eine Top-Leistung von jedem, der startet. Aber auch von den Einwechslungsspielern. Es wird viel Energie auf dem Platz und auf der Bank vonnöten sein, wir müssen nah am Optimum spielen", fordert Scherning von allen Beteiligten ein. Dass sie dazu in der Lage sind, davon ging er aus: "Physisch sind wir auf einem Level, um am Dienstagabend intensiv 90 Minuten Fußball zu spielen."

Schernings Vergangenheit mit dem SCP

Der Einsatz von Oliver Hüsing (Sprunggelenksverletzung) ist ungewiss, auf Bryan Lasme (Gelb-Rot-Sperre) muss Scherning auf jeden Fall verzichten. In Paderborn wartet auf den gebürtigen Paderborner eine große Herausforderung. "Sie haben viele Spieler, die die zweite Liga kennen und ein gefestigtes System – mal spielen sie es mit einer Dreier-, mal mit einer Vierer-Kette", lobt Scherning den Gegner. "Im Zentrum haben sie viel Kreativität und über Außen viel Tempo, vorne haben sie mit Marvin Pieringer und Felix Platte klare Zielspieler. Es ist eine Mannschaft, die zurecht da oben steht."

Klar ist, dass es für Scherning ein besonderes Spiel wird. "Da mache ich keinen Hehl daraus, es ist aber ganz klar, dass es um Arminia Bielefeld und nicht um mich geht", fokussiert sich der 39-Jährige auf das Wesentliche. 26 Pflichtspiele absolvierte Scherning selbst als aktiver Fußballer für die Paderborner, danach stand er 183 Mal als Co-Trainer an der Seitenlinie. "Die Familie wird natürlich für mich sein, in meinem direkten Umfeld gibt es aber auch Menschen, die im Stadion und für Paderborn sein werden, aber die freuen sich auch, dass ich als Trainer des DSC zurück nach Paderborn komme", so Scherning. Wichtig wäre für die Arminia, dass er einen Sieg wieder mit nach Hause nimmt.